Menschenkette nach Brandanschlägen Vorra protestiert gegen Rechtsextremismus

Nach den Brandanschlägen auf Asylbewerber-Unterkünfte haben die Menschen in Vorra eine Menschenkette und einen Solidaritätsgottesdienst unter dem Motto "Vorra setzt ein Zeichen" veranstaltet. Foto: dpa/az

Die Menschen in Vorra wollen sich nicht unterkriegen lassen. Nach den Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime haben Hunderte mit einer Menschenkette gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus protestiert.

 

Vorra - Mit einer Menschenkette haben Bürger von Vorra nach den Brandanschlägen auf fast bezugsfertige Flüchtlingsunterkünfte gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus protestiert. Etwa 300 Menschen beteiligten sich am Sonntag an der Aktion in dem mittelfränkischen Ort. Vorangegangen war ein Gottesdienst .

"Vorra ist in den vergangenen Tagen noch enger zusammengewachsen", sagte der evangelische Pfarrer Björn Schukat. "Wir in Vorra lassen uns nicht unterkriegen". Man wolle sich weiter in der Flüchtlingshilfe engagieren.

In der Nacht zum Freitag hatten Unbekannte frisch renovierte Gebäude in Brand gesetzt, in die eigentlich Flüchtlinge hätten einziehen sollen.

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