Die Sonne brennt nicht mehr so, die Tage sind noch lang genug. Zeit, sich eine Auszeit zu gönnen – zu Fuß.

München - Einfach einmal raus, einfach einmal gehen: Wer es schon getan hat, weiß, wie wohltuend es sein kann, mehrere Tage einfach in der Natur unterwegs zu sein. Und dank Berghütten muss man dafür auch kein Zelt mitnehmen – und es gibt abends etwas Warmes zu Essen und ein (alkoholfreies) Weißbier zu trinken.

Hüttenwanderungen liegen nicht umsonst im Trend. Nutzen Sie die Zeit, um noch einmal rauszukommen, solange das Wetter noch passt. Tolle Anregungen für Ihre nächste Hüttentour finden Sie im Buch "Von Hütte zu Hütte" von Heinrich Bauregger, erschienen im J. Berg Verlag.

40 Touren zwischen zwei und fünf Tagen hat der Autor zusammengestellt, neben der klassischen Route zwischen Bettenlager und Bettenlager schlägt Bauregger auch immer wieder Gipfelabstecher vor für all diejenigen, die noch ein bisschen mehr wollen.
In der AZ stellen wir Ihnen fünf Touren aus dem Buch vor, darunter Wochenendtouren mit einer Übernachtung, aber auch richtige Urlaube am Berg, bei denen Sie fünf Etappen überwinden.

Eine Packliste hilft Ihnen bei der PlanunDie Sonne brennt nicht mehr so, die Tage sind noch lang genug. Zeit, sich eine Auszeit zu gönnen – zu Fuß.Die Sonne brennt nicht mehr so, die Tage sind noch lang genug. Zeit, sich eine Auszeit zu gönnen – zu Fuß.Die Sonne brennt nicht mehr so, die Tage sind noch lang genug. Zeit, sich eine Auszeit zu gönnen – zu Fuß.g. Viel Spaß in Ihren Wanderstiefeln!


Zwei Tage: Über die Benediktenwandgruppe

Tag 1 ~ 5,5 Stunden:

Von der Talstation Brauneck folgen wir am Parkplatz dem Wirtschaftsweg über die Reiseralm zur Garlandalm. Von hier geht es recht steil zum Brauneck-Gipfelhaus. Wir halten uns an der Beschilderung zur Benediktenwand und wandern auf einem Grat (Achtung: ausgesetzt!) zum Rotöhrsattel und dann zur Tutzinger Hütte.

Tag 2 ~ 5 Stunden:

Wir erklimmen den Rotöhrsattel und gehen dann zum Glaswandsattel hinab. Wir folgen dem Maximilansweg („M“) und gelangen zur Staffelalm und Kochleralm. Wir folgen weiterhin dem „M“ in Richtung Kochel, an der Kotalm vorbei bis zur Jocheralm. Bald geht es hier bergab zur Kesselberghöhe, dem Endpunkt.

Hier finden Sie die Karte zur Tour


Zwei Tage: Über das Estergebirge

Tag 1 ~ 5 Stunden:
Vom Ortsteil Wengen gelangen wir über die Krottenkopfstraße zum Wanderweg (Ausschilderung „Krottenkopf“), der uns zum „Brünnl“ und zum Jagdhaus Pustertal führt. Durch lichten Wald und Geröll gelangen wir über das Kistenkar zu unserer ersten Übernachtungsmöglichkeit.

Tag 2 ~ 6 Stunden:
Über die Esterbergalm geht es zum Wankhaus (% 08821/56201), in dem ebenfalls genächtigt werden kann (bis hierher dauert es von der Weilheimer Hütte drei Stunden). Von dort geht es auf einem breiten Höhenweg hinüber zur Roßwank. Es geht hinunter zum Sattel zwischen Roßwank und Rotenkopf. Wir kommen am Gschwandtnerbauer vorbei. Garmisch erreichen wir entweder über die Gamshütte oder die unbewirtete Eckhütte.

Hier finden Sie die Karte zur Tour


Zwei Tage: Durch das Vorkarwendel

Tag 1 ~ 5 Stunden:
Die für diese Wanderung interessante Markierung ist die mit der Nummer 237, denn ihr folgen wir bis zur Plumsjochhütte. Um zu dem Weg zu gelangen, müssen wir allerdings zunächst am Speichersee entlanggehen. Wir orientieren uns dafür erst nordwärts, queren die Alpenstraße und machen dann eine Spitzkehre, um am See entlang zu gehen. Nach einer halben Stunde überqueren wir wiederum die Alpenstraße, um den Weg Nummer 237 zu erreichen. Wir wandern an der Grammesbergalm vorbei und über die Pirschschneid. Es geht danach seitlich am Grasköpfel vorbei. Wir passieren die Moosenalm. Über steile Hänge gelangen wir schließlich zur Tölzer Hütte.

Tag 2 ~ 6,5 Stunden:
Es geht um das Delpsjoch herum, hinab zum Baumgartensattel und weiter zum Baumgarten-Hochleger. Seitlich geht es am Schönalmjoch vorbei und von dort wieder bergan zu den Ochsentalalm-Hochlegern. Um die Fleischbank herum wandern wir und folgen dann dem Höhenweg über das Risstal. Nach der Grasbergalm müssen wir wieder einen Anstieg bewältigen: Es geht am Kompar vorbei und zum Plumssattel. Von der Plumsjochhütte (+43 5243/43111) folgen wir dem Weg mit der Markierung Nummer 233 in Richtung Hagelhütten. Dort angekommen geht es in den Bergsteigbus.

Hier finden Sie die Karte zur Tour


Drei Tage: Eine Durchquerung des Rofan

Tag 1 ~ 2,5 Stunden:
Vom Ortsteil Hagau in Kramsach gehen wir in die erste Sackgasse und stoßen an deren Ende auf den Wanderweg (Markierung 1 und 7). Auf einem steilen Weg geht es bis zum Pletzachsattel, über die Pletzachalm erreichen wir die Bayreuther Hütte nach 2,5 Stunden. Wer will, kann auch bis zur Erfurter Hütte weitergehen, dann ist die Tour in zwei Tagen durchführbar – wenn auch deutlich anstrengender.
Einkehr: Bayreuther Hütte,  +43 664/3425103)

Tag 2 ~ 4 Stunden:
Wir folgen dem Weg Nummer 20 über den Berglkopf in Richtung Rofangipfel. Davor müssen wir jedoch den Sagzahn überwinden. Es gibt eine ausgesetzte und gesicherte Variante oder eine leichtere – steil hinab geht es auf beiden. Dann weiter auf dem Verbindungskamm bis zum Gipfelfuß, über den Nordostkamm geht es leicht hinauf zum Gipfel, jenseits des Gipfels wieder hinab bis zum Wanderweg 401. Dieser führt uns zur Erfurter Hütte.
Einkehr: Erfurter Hütte,  +43 5243/5517

Tag 3 ~ 2,5 Stunden:
Von der Hütte geht es hinab zur Wegverzweigung, wo eine Infotafel steht. Dort halten wir uns links und folgen dem Weg mit der Numerierung 413, dieser führt uns über die Dalfazalm bis nach Buchau.

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Fünf Tage: Quer durch die Lechtaler Alpen

Tag 1 ~ 3 Stunden:
Vom Parkplatz nehmen wir den Fahrweg in Richtung Campingplatz von dem der Steig in Richtung Loreahütte abzweigt. Hier geht es steil bis zu aussichtsreich gelegenen Hütte.
Einkehr: Loreahütte, kontakt@lorea-huette.de, Voranfragen an den Deutschen Alpenverein 089/438944.

Tag 2 ~ 7 Stunden:
Von der Loreahütte folgen wir dem markierten Pfad (Nr. 601) bis zur Loreascharte. Wir halten uns links und steigen hinab ins Joch „Am Kragen“. Hier geht es links durchs Heimbachtal hinab ins Tegestal, wo wir auf einen Wirtschaftsweg stoßen, der uns über das Schweinssteinjoch bis zur Hinteren Tarrentonalpe führt. An der Verzweigung halten wir uns links und gelangen zum Hinterbergjoch und weiter zum Kromsattel. Über Geröll und Grashänge gelangen wir zur Übernachtungshütte.
Einkehr: Anhalter Hütte, +43 664/4618993

Tag 3 ~ 4 Stunden:
Wir folgen weiter dem 601er-Weg durch das Steinkar hinauf zum Steinjöchl. Dann geht es durch eine grüne Mulde weiter und jenseits in einer langen Querung hinab zum Hahntennjoch, dem höchsten Straßenübergang der Nördlichen Kalkalpen. Wir überqueren die Hahntennjochstraße beim großen Parkplatz und folgen dem Weg mit der Markierung Nummer 622 hinauf ins Hahntennkar. Es wird steil, wir gelangen über den Scharnitzsattel hinab ins Scharnitzkar und dann über Grashänge zur Muttekopfhütte.
Einkehr: Muttekopfhütte, +43 664/1236928

Tag 4 ~ 7,5 Stunden:
Wir folgen dem Weg Nummer 621 ins Seebrigkar. Dann geht es weiter auf dem rot markierten Steig durch eine Gerölllandschaft hinunter in die Muttekopfscharte. Dort geht es links weiter und hinab in das Hintere Kar. Dann geht es hinauf ins Galtseitenjoch. Dort angekommen, geht es wieder hinab. Wir queren nach links zum unteren Rand des Schlenkerkars und stoßen an eine Weggabelung. Dort halten wir uns links und folgen der Markierung 625 zur Östlichen Dremelscharte (Hier braucht es Trittsicherheit!). Dahinter geht es steil hinab, erst zum Steinsee, dann zur Hütte.
Einkehr: Steinseehütte, +43 664/2753770

Tag 5 ~ 3,5 Stunden:
Wir orientieren uns nach Hinterstarkenbach. Dafür nehmen wir den Bergwanderweg Nummer 625. Wir halten uns links und gehen durch das Starkenbachtal und an der Vorderstarkenhütte vorbei. Beim Wanderparkplatz Aflutzalpe führt ein Wirtschaftssträßchen nach Starkenbach. Von hier aus können wir einen Bus nach Schönwies oder Imst nehmen.

Hier finden Sie die Karte zur Tour

Hier finden Sie den zweiten Teil der Tour