Mehr Sport Slalomrennen mitten in München: Spektakel am Olympiaberg

Hier soll am 2. Januar 2011 ein Alpinrennen stattfinden Foto: dpa

MÜNCHEN - Sensationeller Coup: Am 2. Januar 2011 findet in München ein FIS-Parallelslalom mit 32 Topstars statt. Die Zusage gilt als massiver Schub für die Münchner Olympia-Bewerbung 2018

Ein Alpinrennen mit Top-Stars wie Maria Riesch und Felix Neureuther in München, das schien bisher Illusion, plötzlich ist es Wirklichkeit. Am 2. Januar 2011 treffen sich die weltbesten Skifahrer zum Weltcup auf dem Olympiaberg. Vor tausenden Zuschauern an der Strecke, vor einem Millionenpublikum am Fernseher. Das größte Ski-Spektakel, das München je erlebt hat, ein gewaltiger Schub für die Olympia-Bewerbung 2018. Ein sensationeller Coup.

Die Idee kam von einem Schwarzwälder. Günter Hujara, Rennchef des Weltverbands FIS. Am 7. Mai kontaktierte Hujara den Deutschen Skiverband, fragte Alpinchef Wolfgang Maier und Marketingdirektor Stefan Krauß, ob München 2011 den „City-Event“ ausrichten möchte, bisher zweimal in Moskau ausgetragen. Am 21. Mai gab es bereits finale Gespräche zwischen Maier, Krauß und Olympiapark-Chef Ralph Huber, dazu die Ortsbegehung am Olympiaberg, schon 1986 Austragungsort eines Parallel-Slaloms, bei dem es damals aber keine Weltcup-Punkte gab.

Der Rest war Formsache. Mit einer Kurzpräsentation im Gepäck flogen Maier und Krauß Anfang der Woche zum FIS-Kongress nach Antalya, dort ernannte der FIS-Vorstand München am Mittwoch ohne Gegenkandidaten zum Ausrichter.

So kommt es am 2. Januar zu einem Parallelslalom mit 32 Topstars. Die je 16 laut Rangliste weltbesten Frauen und Männer treten im K.o.-System an. „Das wird fantastisch“, so Krauß, „der Zieleinlauf führt in den Olympiasee, wir müssen noch klären, ob wir das Wasser rauslassen oder mit einer Rampe überbauen.“ Auch die TV-Übertragung ist gesichert, wie Wolfgang Maier der AZ sagt: „Die ARD zeigt live, von 17 bis 18.30 Uhr. Es gibt Weltcup-Punkte, der Sieger erhält 100, der Zweite 80, der Dritte 60.“

Für Freude sorgte die Entscheidung auch bei Münchens Olympia-Bewerbern. Jürgen Bühl, Sprecher der 2018-Gesellschaft: „Wenn diese Bilder weltweit zeigen, wie sehr sich die Menschen hier für Wintersport begeistern, dann tut uns das natürlich sehr gut.“ Dazu das Neujahrs-Skispringen in Partenkirchen tags davor, eine bessere Werbung könnten sie sich Anfang 2011 nicht wünschen, ein halbes Jahr, bevor das IOC am 6. Juli in Durban die Winterspiele 2018 vergibt.

Einmalig soll das Ski-Spektakel nicht bleiben, wie Olympiapark-Sprecher Arno Hartung sagt: „Wir wären daran interessiert, wenn der Event langfristig bei uns bliebe.“ Der Slalom am Olympiaberg zwei Tage nach Silvester als feste Institution? Dann geht es immer mit viel Schwung ins neue Jahr. Florian Kinast

 

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