Mehr Komfort auf langen Touren Den Rucksack richtig packen

Beim Rucksack packen muss so viel Gewicht wie möglich eng an Rücken und Hüfte. Foto: AZ

Grundsätzlich gilt beim Rucksack, dass die Hauptlast möglichst nahe am Rücken platziert werden sollte.

 

Dazu entweder in der Rucksackmitte (gute Balance für steile Passagen, Klettersteige, Klettereien) oder eher im oberen Drittel bei längeren Distanzen in ebenerdigem Gelände, das erleichtert einen leicht nach vorne gebeugten Gang. Auf jeden Fall gehören die schweren Gepäckstücke weder in den Rucksackboden noch nach oben/außen. Und auch bei der Bestückung der Seitentaschen, beispielsweise mit Getränken empfiehlt sich gleichmäßige Gewichtsverteilung. So sind beispielsweise zwei 0,5-Liter Trinkflaschen besser zu verstauen als eine Literflasche.

Den aufgesetzten Rucksack justiert man dann mit den Verstellvorrichtungen der Schultergurte. Er sollte eng am Rücken anliegen. Das finale Fixieren erfolgt über den Hüft- und den Brustgurt. Ideal sitzt der Rucksack, wenn er auch bei großen Schritten oder leichten Sprüngen eng anliegt, ohne einzuschnüren und am Rücken zu „hüpfen“. Dazu sind wasserdichte Packsäcke dringend zu empfehlen. Sollte nämlich Feuchtigkeit in den Rucksack eindringen, bleiben die „lebenswichtigen“ Dinge (Wechselwäsche, Kamera, Kartenmaterial) trotzdem trocken.

Außerdem erleichtert das die Ordnung im Rucksack. Ausrüstung, die außen am Rucksack verstaut wird, sollte mit den Kompressionsriemen sauber verzurrt werden. Denn sonst bleibt man schnell irgendwo hängen, was besonders im alpinen Gelände fatale Folgen haben kann. Verfügt der Rucksack selbst nicht über ausreichende Kompressionsriemen, kann man die nachrüsten, um so Stöcke, Isomatte oder einen Helm eng am Rucksack zu fixieren. Vor dem Packen sollte man unbedingt noch einmal in sich gehen: Brauche ich das dritte T-Shirt wirklich? Oder muss es das große Multitool sein, wenn eigentlich nur eine Gipfelbrotzeit geplant ist? Jedes Kilo, das zu Hause bleibt, spart Energie und Verspannungen! 

 

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