Mehr Fußball Die Kritik an der Hoeneß-Kritik

Bleibt bei seinen Bedenken hinsichtlich der WM 2010 in Südafrika: Der neue Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Foto: firo/Augenklick

JOHANNESBURG - Uli Hoeneß' Äußerungen zur Sicherheit im diesjährigen WM-Land Südafrika stößt nicht nur bei Franz Beckenbauer auf Unbehagen. Jetzt meldet sich der deutsche Botschafter zu Wort. "Unverantwortlich" nennt er die Aussage des Bayern-Präsidenten.

 

Der deutsche Botschafter in Südafrika, DieterHaller, hat die Kritik von Uli Hoeneß an der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zurückgewiesen. „Es ist bedauerlich,dass derart unbegründete und unverantwortliche Äußerungen wie die vonUli Hoeneß Deutschlands exzellenten Ruf in Südafrika beschmutzen“,sagte Haller am Donnerstag in Johannesburg. Hoeneß' Aussagenreflektierten „in keiner Weise“ die Meinung der deutschen Regierung.

Bayern-Präsident Hoeneß hatte die Vergabe der WM an den Kap-Staatals Fehlentscheidung eingestuft: „Ich war nie ein großer Freund voneiner WM in Südafrika oder überhaupt in Afrika, solangeSicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind.“

Hoeneß'Einschätzung „untergrabe“ laut Haller „die Anstrengungen derdeutschen Regierung, an einer ergebnis-orientierten Partnerschaft zuarbeiten, die von Respekt und konstruktivem Engagement“ geprägt sei.

Auch der ehemalige Bayern-Präsident Franz Beckenbauer konterte dieHoeneß-Kritik und sagte eine „grandiose Weltmeisterschaft“ im Sommervoraus. „Man muss dem Land einfach eine Chance geben. Jetzt sind dieSüdafrikaner soweit, sie können es“, sagte Beckenbauer auf dem DFB-Medienworkshop in Stuttgart. Beckenbauer sagte weiter: „Da hat derUli Hoeneß wieder etwas gesagt. Ich glaube, eher aus Unkenntnis.“

 

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