Mehr als zehntausend Überstunden SPD-Forderung: Bogenhausen braucht mehr Polizisten

Personell überfordert: die Polizeiinspektion in Bogenhausen, die am Prinzregentenplatz ihren Sitz hat. Foto: Daniel von Loeper

Jeder Polizist der PI 22 Bogenhausen arbeitet pro Monat im Schnitt 13 Stunden zuviel. Die SPD fordert deshalb mehr Personal.

 

München - Mehr Personal für die Polizeiinspektion 22 in Bogenhausen fordert jetzt der Bezirksausschuss (BA) auf Antrag der SPD-Fraktion. Mindestens zwei zusätzliche Vollzeitstellen mahnt das Gremium an. "Wie eine Landtagsanfrage ergab, belief sich der Überstundenstand der PI 22 Ende August 2018 bei 114 Beamten auf 12.083 Stunden", heißt es im SPD-Antrag. Somit schiebt jeder Polizist und jede Polizistin im Durchschnitt gut 13 Überstunden pro Monat.

Zu viel, findet der Bezirksausschuss. Immerhin ist die PI 22 für besonders viele Schutzmaßnahmen in ihrem Inspektionsbereich zuständig: In Bogenhausen liegen unter anderem die Generalkonsulate von Spanien, Polen und Griechenland, sowie zahlreiche konsularische Vertretungen.

Extrem hohe Arbeitsbelastung für die Beamten

Nicht zuletzt befindet sich auch der Bayerische Landtag im Einsatzgebiet der Bogenhauser Beamten. "Personal für den Streifendienst ist knapp und die Wartezeiten für Bürger in der Polizeiinspektion sind häufig lang. Die Arbeitsbelastung für die Beamten ist extrem hoch", so die SPD. "Im Interesse der Bürger halten wir daher mehr Personal für dringend erforderlich."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im April in seiner Regierungserklärung 1.000 weitere Stellen zu den bereits beschlossenen 2.000 Stellen angekündigt, mit denen vor allem die Arbeit der Polizeiinspektionen vor Ort gestärkt werden solle.

 

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