Medien Sharyhan Osman: Wiegenlieder mit Folgen

Sharyhan Osman macht einen Abstecher in die Abendzeitung. Die Münchnerin tritt am Dienstag bei Raab wieder für das Ticket zum Grand Prix in Oslo an. Foto: Gregor Feindt

Die Münchnerin Sharyhan Osman (23) ist bislang eine der auffälligsten Kandidatinnen bei Stefan Raabs Talentsuche für den Grand Prix in Oslo – vor ihrer dritten Show besuchte sie die AZ

 

Mr. Spock wäre neidisch auf deinen Pony“, spaßte Stefan Raab nach Sharyhan Osmans erstem Auftritt bei „Unser Star für Oslo“. Und Mitjuror Peter Maffay legte nach: Mr. Spock wäre froh, wenn er so hübsch wäre wie Du.“ Die 23-jährige Münchnerin begeisterte bereits in zwei Castingrunden Jury und Zuschauer – nicht nur mit ihrem Äußeren, sondern vor allem mit der Musik. Als erste Kandidatin präsentierte sie in der vergangenen Woche einen eigenen Song, und Raab fand die Eigenkomposition „Feel the nile“ hitverdächtig. Beste Aussichten also für Sharyhan das Ticket für den Eurovision Song Contest zu lösen. Am Dienstag treten sie und sieben Kandidaten wieder vor die Jury. Sechs dürfen nach der Show weiterhin vom großen Auftritt in Oslo träumen.

Es sind stressige Zeiten für die Schauspielschülerin. Den Besuch bei der AZ aber ließ sich Sharyhan nicht nehmen. „Die Musik liegt in meinen Genen“, sagt das junge Talent, das sich das Klavierspielen selbst beigebracht hat. Gitarre und ein bisschen Akkordeon spielt sie auch. Das Singen aber hat sie von der Mutter, die ist Opernsängerin. „Als ich klein war, haben wir vor dem Einschlafen immer gemeinsam gesungen“, erinnert sich Sharyhan, deren Vater aus Ägypten stammt. Später hat die Mutter sie unterrichtet.

Sharyhan war zehn als die Familie für zwei Jahre nach Kairo zog, danach ging’s zurück nach Bayern. Vier Geschwister hat Shary – so nennen sie Freunde und Familie. Den Grand Prix haben sie früher immer gemeinsam geschaut. Dass sie bald selbst auf der großen Eurovisions-Bühne stehen könnte, macht ihr keine Angst. „Da sind noch so viele Kandidaten am Start, denen ich alles zutraue.“

Vor fünf Jahren hatte sich Sharyhan bei „DSDS“ beworben. „Heute würde ich da nicht mehr mitmachen, und auch damals habe ich mich dort nicht wohl gefühlt.“, sagt sie. Ganz anders sei es jetzt mit der Raab-Show. „Werde ich auf ,Unser Star für Oslo’ angesprochen, dann sind das durchwegs positive Reaktionen. Bei ,DSDS’ aber wollte ich mich am liebsten verstecken.“

„Ich bin Künstlerin“, stellt Sharyhan klar. „Mit meinen eigenen Songs Erfolg zu haben, wünsche ich mir am meisten.“ Im vergangenen Sommer ist sie auf eigene Faust durch Londoner Clubs getourt. „Mit Gitarre, aber ohne Connections“, sagt sie und lacht. Heute will Sharyhan bei Raab eine Jazz-Nummer präsentieren. Mehr verrät sie nicht. „Sollte ich es aber in die nächste Runde schaffen, kommt wieder etwas gefühlvolles Eigenes von mir.“

Angelika Kahl

ProSieben, Dienstag, 20.15 Uhr

 

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