Medien Rolf Castell verstorben

Der Schauspieler und Sprecher Rolf Castell. Foto: BR

Der Bayerische Rundfunk trauert um den Moderator Rolf Castell. Er prägte viele Jahre das morgendliche "Musikjournal"

 

Rolf Castell arbeitete ab 1947 für Radio München, den Vorläufer des Bayerischen Rundfunks. Mehr als 2.500 Radiosendungen bestritt er als Moderator, Sprecher, Autor, Regisseur und freier Redakteur beim BR. 1962 ging er mit dem von ihm mitentwickelten Musikjournal auf Bayern 1 auf Sendung, das er – im Wechsel mit Gustl Weishappel - bis 1986 moderierte. Außerdem war er u. a. mit den Sendungen „Bayernexpreß“, „Weißblaue Truhe“, „Alle Neune" oder „Tanzparty am Samstagabend“ zu hören.

 Castell wurde einem breiten Fernsehpublikum durch seine Rollen im „Tatort“ an der Seite von Helmut Fischer, im „Komödienstadel“, dem „Königlich Bayerischen Amtsgericht“ und in der Kult-Serie „Irgendwie und sowieso“ bekannt.In der 20- teiligen Geschichte einer Münchner Brauerdynastie „Die Wiesingers“ spielte er den Chefarzt und späteren Sanitätsrat. Auch in der Grimme- Preis-gekrönten BR-Serie „Löwengrube“ war Castell zu sehen. In der ZDF-Serie „Alle meine Töchter“ wirkte er als Onkel Albert und in der SAT.1-Serie „Der Bergdoktor“ als Pfarrer mit.

Parallel zu seiner Rundfunkkarriere stand Castell immer wieder auf der Bühne. Nach den Münchner Kammerspielen wechselte er 1954 an das Bayerische Staatsschauspiel. Am Residenztheater hat er unter anderem nach dem Tod von Gustl Bayrhammer (1993) die Rolle des „Heiligen Portners“ im „Brandner Kaspar“ übernommen.

Außerdem moderierte er von 1947 bis 1986 rund 2.500 Radiosendungen für den BR, und dessen Vorläufer Radio München. Seine Karriere begann er bei den Münchner Kammerspielen und dem Bayerischen Staatsschauspiel. Am Freitag verstarb er im Alter von 91 Jahren.


 

 

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