Matthias Schneiderbanger Bürgermeister in Oberfranken festgenommen - Untreueverdacht

Matthias Schneiderbanger, der Ex-Rathauschef der Gemeinde aus dem Landkreis Bamberg, soll angeblich 300.000 Euro illegal kassiert haben. Foto: https://www.facebook.com/matthias.schneiderbanger.75

«Ehrlich, menschlich, bescheiden» - so wirbt der Bürgermeister des oberfränkischen Marktes Zapfendorf auf seiner Homepage. Jetzt ist er festgenommen worden. Er soll sich aus der Gemeindekasse bedient haben.

 

Schneiderbanger ist im März 2014 zum Rathauschef von Zapfendorf im Landkreis Bamberg gewählt worden. Dem Zeitungsbericht zufolge hatte der CSU-Politiker aber bereits vor seiner Wahl für die Kommune als Leiter des Standesamtes und stellvertretender Kassenverwalter gearbeitet. Es bestehe der Verdacht, dass er schon damals in die Gemeindekasse gegriffen hat.

Weitere Einzelheiten wollen die Ermittler am Donnerstag mitteilen. Dann habe auch die Ermittlungsrichterin über die Haftfrage entschieden, sagte der Chef der Staatsanwaltschaft. Da es sich um eine Wirtschaftsstraftat handelt, ist die darauf spezialisierte Hofer Anklagebehörde für den Fall zuständig.

Für den Donnerstagabend ist auch eine Sitzung des Marktgemeinderats geplant. Zweiter Bürgermeister Siegfried Bauer hat die Amtsgeschäfte im Rathaus übernommen. Am Mittwoch sagte er, er könne zu dem Thema bislang nichts sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. Die am Main gelegene Marktgemeinde hat rund 5000 Einwohner.

Schneiderbanger, der in Zapfendorf aufgewachsen ist, wurde im Frühjahr 2014 gewählt, sein Vorgänger war aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Auf seiner Internetseite wirbt Schneiderbanger mit dem Slogan "Ehrlich, menschlich, bescheiden" für sich und seine Politik. Als Ziel seiner Arbeit formulierte der Christsoziale: "Reform der Organisation der Gemeinde nach wirtschaftlichen Grundsätzen".

 

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