Maßnahmen-Paket der SPD Mehr Ausbildungs-Chancen für Flüchtlinge

Die SPD stellt ein neues Maßnahmen-Paket vor, das AsylbewerberInnen bei der Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt helfen soll. Foto: dpa

Asylbewerber haben teilweiseSchwierigkeiten eine Ausbildungsstelle oder einen Beruf zu finden. Jetzt hat der Stadtrat ein neues Maßnahmen-Bündel beschlossen, das Asylbewerbern den Zugang zu Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt erleichtern soll.

 

München - Die Stadt München investiert in das Maßnahmen-Bündel des Sozialauschusses 1,56 Millionen Euro im Jahr 2015 und bis zum Jahr 2017 sollen weitere 1,8 Millionen Euro hinzukommen. Der Großteil der Summe fließt in verschiedene Deutschkurs-Angebote, bezuschusst werden auch Projekte, die jungen Flüchtlingen den Weg in den Beruf ebnen sollen. Zudem werden neue Stellen im Amt für Wohnen und Migration bereitgestellt.

Die gesetzten Maßnahmen beinhalten auch gemeinsame Projekte mit der Agentur für Arbeit. So beispielsweise das Neueste mit dem Namen "ausbildungsbegleitende Hilfen plus für Flüchtlinge". Das „plus“ erklärt sich so: Schon jetzt finanziert die Agentur für Arbeit Auszubildende, deren Abschluss in Gefahr ist, zum Beispiel durch Förderunterricht. Nun soll aber ein Konzept entworfen werden, wie über Förderprogramme hinaus eine noch intensivere sozialpädagogische Unterstützung der Jugendlichen gewährleistet werden kann. Ziel ist es also, ein Gesamtkonzept zu entwerfen, mit dem junge AsylbewerberInnen während ihrer Ausbildung Optimal unterstützt werden können.

Die SPD-Stadträtin Simone Burger meldet sich bezüglich der Ausbildungschancen für Flüchtlinge folgendermaßen zu Wort:

„Junge Flüchtlinge gelten auf dem Ausbildungsmarkt als hoch motiviert. Sie wollen sich hier eine neue Zukunft aufbauen und sind bereit, sich dafür stark zu engagieren. Dennoch ist das Risiko, dass sie ihrer Ausbildungsstelle wieder verlieren, vergleichsweise hoch. Die Herausforderungen der Berufsschule sind für sie eine große Hürde – allein schon wegen der Fachbegriffe, die dort verwendet werden. Außerdem leben die Jugendlichen oft in schwierigen Wohnverhältnissen, in denen es schwer ist, einen Rückzugsraum zum Lernen zu finden. Unser Ziel muss sein, die Zahl der Ausbildungsabbrüche so gering wie möglich zu halten. Deshalb brauchen wir verschiedene Konzept, wie wir den Flüchtlingen bestmöglich zur Seite stehen können.“

 

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