Martinez vor Comeback Alles für Barça: "Bayern light" in Leverkusen

Bayern-Trainer Pep Guardiola hat mit der Bundesliag abgeschlossen und konzentriert vollkommen auf das Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona am Mittwoch Foto: dpa

Die Reservebank wird Pep Guardiola in Leverkusen mit Talenten auffüllen. Alles wird der Champions-League-Kraftprobe mit dem FC Barcelona untergeordnet. Außerdem plant der Bayern-Coach mit der Rückkehr eines lange Verletzten.

 

München - Abschenken wird der FC Bayern das Liga-Spiel in Leverkusen nicht. Aber natürlich wird Trainer Pep Guardiola schon am Samstag (18.30 Uhr) alles dem ersten Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona unterordnen. "Die Bundesliga ist vorbei. Wir haben sie schon gewonnen. Unser Blick geht auf Mittwoch", sagte Guardiola am Freitag. Die Ausgangslage im Bundesliga-Topspiel ist denkbar konträr, wie der Katalane nach dem schon am letzten Spieltag eingefahrenen 25. Meistertitel bemerkte: "Leverkusen spielt um die Champions League. Wir spielen um kein Ziel mehr. Wir haben es erreicht."

Alles für Barça, lautet darum die Marschroute. "Wenn wir rotieren können, werden wir das machen", kündigte Guardiola an. Die 120 Minuten im verlorenen DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund mit dem kuriosen Fehlschussfestival im verlorenen Elfmeterschießen haben viel Kraft gekostet - und weitere verletzte Spieler dazu. Die Reservebank will Guardiola darum in der BayArena mit Spielern aus der Regionalliga-Reserve und sogar den A-Junioren auffüllen.

Auch Robert Lewandowski wird wegen seiner schweren Gesichtsverletzungen, die er gegen Dortmund erlitten hatte, fehlen. Ob der Pole trotz Kiefer- und Nasenbeinbruch sowie einer Gehirnerschütterung schon im Hinspiel gegen Barcelona wieder dabei sein kann, ist offen. "Wir werden Montag, Dienstag sehen, wie seine Verfassung ist", sagte Guardiola: "An den ersten Tagen sind die Verletzungen schmerzhaft." Der Arzt sei letztendlich der "Chef" bei der Frage, ob Lewandowski eingesetzt werden könne oder nicht.

Eine Gesichtsmaske soll den Polen bei einem möglichen Einsatz schützen. Niemals, betonte Guardiola am Freitag angesichts der aktuellen Verletzungsmisere beim Rekordmeister, habe er in seiner Trainer-Karriere einen Spieler ohne grünes Licht des Arztes, der Physiotherapeuten und auch des Spielers eingesetzt. Auch Arjen Robben, der sich bei seinem Comeback gegen Dortmund direkt wieder an einer anderen Stelle des Körpers verletzte (Wade), sei "fit" gewesen. "Manchmal kann so etwas passieren", sagte Guardiola.

Vor Barcelona aber wartet Leverkusen. "Wir müssen seriös spielen", sagte Guardiola, der sich möglichst keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen möchte. "Wir werden in Leverkusen sicher antreten und versuchen zu gewinnen", versicherte auch Thomas Müller, gab aber auch zu: "Die Wichtigkeit liegt jetzt auf der Champions League."

Eine wettbewerbsfähige Mannschaft mit einigen namhaften Akteuren werden die Bayern schon noch auf den Rasen schicken. Anführen könnte sie als Kapitän Bastian Schweinsteiger, den Guardiola besonders für seinen Einsatz als Einwechselspieler gegen Dortmund lobte: "Basti hat gegen den BVB seine beste Performance in meiner Zeit bei Bayern geboten. Auch seine Körpersprache war sehr gut." Guardiola blickte schon voraus: "Das ist sehr wichtig für das Spiel in Barcelona."

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Ein großes Comeback deutete Guardiola ebenfalls an. Der Spanier Javi Martínez könnte fast neun Monate nach seinem Totalschaden im linken Knie in Leverkusen sein Saisondebüt feiern. Für Lewandowski könnte Claudio Pizarro nach langer Zeit mal wieder in der Startelf stehen. "Claudio ist der Beste im Strafraum bei uns", bemerkte Guardiola.

 

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