Marienplatz Hunderte protestieren gegen die Sicherheitskonferenz

Trotz klirrender Kälte demonstrieren in München Tausende gegen die Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof. Stellenweise gab es Gerangel zwischen Polizei und Demonstranten. Die aktuellen Bilder der Proteste gibts hier zum Durchklicken. Foto: AZ/dpa/Marc Müller

Hunderte Menschen haben am Samstag in München gegen die Sicherheitskonferenz demonstriert. Über1.400 Menschen zogen zum Marienplatz - die Polizei ging dazwischen.

 

München – Mehrere hundert Menschen sind am Samstag in München aus Protest gegen die internationale Sicherheitskonferenz auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von rund 1.400 Teilnehmern, die Veranstalter von 3.000.

Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt verliefen die mehrstündigen Proteste weitgehend friedlich. Die Polizei, die am Wochenende rund um die Konferenz mit einem Aufgebot von 3.100 Beamten im Einsatz ist, verzeichnete lediglich kleinere Rangeleien. 

Unter dem Motto „Kein Frieden mit der NATO – Kein Frieden mit dem Kriegsgeschäft“ versammelten sich die Demonstranten in der Innenstadt und zogen mit lauter Musik durch die Straßen. Auf Schildern und Transparenten forderten die Demonstranten „Geld für Bildung statt für Rüstung“ und „Bundeswehr abschaffen“.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte ein Aktionsbündnis von rund 100 Organisationen, darunter Friedensbewegungen, aber auch die bayerische Linke und Gewerkschaftsgruppen. Redner der Organisatoren bezeichneten bei der Auftaktkundgebung der Demonstration die Sicherheitskonferenz als „Veranstaltung von Kriegstreibern“. Heftige Kritik übten sie vor allem an einer Vermischung von Wirtschaftsinteressen und Sicherheitspolitik in der Bundesrepublik.

An der Münchner Sicherheitskonferenz nahmen am Samstag unter anderen US-Außenministerin Hillary Clinton, US-Verteidigungsminister Leon Panetta, Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) teil.

 

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