Unfall mit Fahrrad Leichenfund im Kleinhesseloher See: Identität geklärt

, aktualisiert am 09.10.2018 - 14:10 Uhr
Ausblick auf den See und das Seehaus Foto: Daniel von Loeper

Am Samstagmorgen hat die Polizei einen toten Radler aus dem Kleinhesseloher See geborgen. Der Mann war zuvor über den Begrenzungszaun des Sees gestürzt und ins Wasser gefallen. 

 

München - Bei einem tragischen Unfall im Englischen Garten ist am Freitagabend ein Mann ums Leben gekommen. Der Tote wurde am frühen Samstagmorgen von einem Spaziergänger unweit des Seehauses im Uferbereich des Kleinhesseloher Sees gefunden. Der Radfahrer wurde mittlerweile identifiziert, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Es handelt sich um einen 81-jährigen Rentner aus Bogenhausen. Eine Zeugin hat den Mann aufgrund der Beschreibung wiedererkannt.

Laut Obduktion verlor der 81-Jährige das Bewusstsein und ertrank im nur kniehohen Wasser. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Die Verkehrsinspektion hat die Ermittlungen übernommen.

Radler stößt sich den Kopf und ertrinkt in dem nur kniehohen Wasser

Der Radler trieb mit dem Gesicht nach unten im Wasser. Gleich daneben lag sein Fahrrad, ein grünes Herrenfahrrad der Marke HSK vom Typ Adventure. Der Mann hatte einen Tennisschläger von Head dabei und zwei Jutebeutel von Karstadt Lebensmittel und Rewe.

Der Tote hat eine Platzwunde an der Stirn. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich die Verletzung beim Sturz zuzog. "Vermutlich verlor er das Bewusstsein und ertrank dann im See", sagt Benjamin Castro-Tellez.

Hat der Radler in der Nacht die Orientierung verloren? 

Der Radler fuhr unweit des Biergartens Seehaus auf der Ostseite des Sees auf dem Kiesweg in Richtung Süden. Die Polizei vermutet, dass er nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs war. Das Licht am Rad war eingeschaltet.

Möglicherweise hat der Radler in der Nacht die Orientierung verloren. Im Gras ist eine fast 30 Meter lange Spur zu erkennen. Sie führt direkt an das Ufer des Kleinhesseloher Sees. Die Spur endet an einer etwa 50 Zentimeter hohen Metallabsperrung. Der Radler ist vermutlich ungebremst in das Hindernis gefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er über den Lenker geschleudert und stürzte dann samt seinem Rad in den See. Dabei hat er sich vermutlich auch die Kopfverletzung zugezogen.

Hier wurde die Leiche gefunden

 

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