Manipulierte Abgaswerte Golf, Passat, Tiguan: Diese VW-Modelle sind betroffen

Der Auspuff eines VW Passat ist am 25.09.2015 vor dem Volkswagen Werk in Wolfsburg (Niedersachsen) zu sehen. Foto: dpa

Angesichts der Affäre um manipulierte Abgasmessungen bei Dieselmotoren hat jetzt die SPD-Bundestagsfraktion den Konzern aufgerufen, die in Deutschland betroffenen 2,8 Millionen Autos kostenlos zu reparieren. Unterdessen hat das Unternehmen Details zu Autos mit manipulierten Abgassystemen veröffentlicht.

 

Berlin - "VW muss die manipulierten Fahrzeuge in Deutschland sofort und freiwillig in die Werkstätten rufen und die Manipulation beheben", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sören Bartol der "Bild"-Zeitung (Samstag). Der Konzern müsse verloren gegangenes Vertrauen wieder gutmachen.

Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sind von den manipulierten Messungen bei VW allein in Deutschland mindestens 2,8 Millionen Diesel-Fahrzeuge betroffen. Eine genaue Liste der fraglichen Modelle gibt es aber noch nicht.

Volswagen-Konzern veröffentlicht Details

Wie das Unternehmen am Freitagabend mitteilte, stammen unter den weltweit elf Millionen Fahrzeugen aus dem Volkswagen-Konzern mit manipulierten Abgas-Systemen rund fünf Millionen von VW. Demnach sind unterschiedliche Fahrzeugmodelle aus mehreren Baujahren betroffen, etwa der Golf der sechsten Generation, der Passat der siebten Generation und die erste Generation des Tiguan. Weitere Angaben machte das Unternehmen nicht.

"Wir arbeiten mit Hochdruck an einer technischen Lösung, die wir so rasch wie möglich dem Handel, unseren Kunden und der Öffentlichkeit präsentieren werden", sagte VW-Markenchef Herbert Diess. Unabhängig von den genannten Modellen älterer Bauart seien aber alle VW-Neuwagen, die über die europaweit gültige Euro-6-Norm verfügen, nicht von den Manipulationen betroffen. Dazu gehörten unter anderem die aktuellen Modelle des Golf, Passat und Touran.

Volkswagen informiere alle Märkte weltweit über die jeweils lokale Anzahl an Fahrzeugen, hieß es weiter. Es werde zudem an "in intensivem Austausch und in enger Abstimmung mit den Zulassungsbehörden" an einer Abhilfemaßnahme gearbeitet. "Die Fahrzeuge sind weiterhin technisch sicher und fahrbereit."

 

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