MAN im Sport Eine Frau bringt den FC Bayern München in Fahrt

Sandra König mit dem MANschaftsbus beim Fahrsicherheitstraining. Foto: ho

Sandra König lenkt und kocht aus Leidenschaft – seit nunmehr 25 Jahren sitzt sie für den FC Bayern München am Lenkrad.

 

München - Sandra König wurde am 24.08.1968 geboren. Sie ist von Beruf Busfahrerin und chauffiert seit 1988 den FC Bayern München. Ihre Leidenschaft: Pferdestärken. Lesen Sie hier ein Interview mit jener Frau, die die Bayern in Fahrt bringt.

Frau König, wie viele Kilometer haben Sie im Dienste des FC Bayern schon mit dem MANschaftsbus absolviert?

Rund 1,8 Millionen Kilometer! Ich feiere in diesem Jahr immerhin schon mein 25-jähriges Dienstjubiläum.

Was schätzen Sie an Ihrem Dienstfahrzeug besonders?

Vor allem die Sicherheit und den Komfort. Meiner Meinung nach kann man mit diesen Bussen keine Unfälle bauen, wenn man konzentriert fährt und keine grob fahrlässigen Fehler macht. Was von MAN insgesamt entwickelt wurde, das ist einfach nur fantastisch – die ganze Technologie.In die MAN-Busse sind so viele Sicherheitsvorkehrungen integriert. Allein schon die Bremssysteme sind beeindruckend – wir haben im Fahrsicherheitstraining ja auch Vollbremsungen und Ausweichmanöver geübt. Ich fühle mich im MAN-Bus wirklich sicherer, als wenn ich mit jemandem in dessen Privatauto unterwegs bin.

Sie bekommen also spezielle Fahrertrainings?

Ja. Wann immer MAN in dieser Hinsicht etwas veranstaltet – und das ist regelmäßig der Fall – sind die Fahrer der 13 Bundesliga-Mannschaftsbusse dabei. Vom FC Bayern sind das Michael Lauerbach, Armin Kritz und ich.

Wie gehen Neuzugänge damit um, wenn sie sehen, dass sie künftig von einer Frau chauffiert werden?

Ich werde immer sehr nett begrüßt – und ich hatte bis jetzt immer das Gefühl, dass mir jeweils Vertrauen in Bezug auf mein fahrerisches Können entgegen gebracht wird. Und auf das als Köchin.

Sie sollen sogar extrem gut kochen – und das für alle, die mit im Bus sind. Wie machen Sie das?

Den Anstoß dazu hatte mein Vater einst gegeben, er war ja auch Fahrer des FC Bayern. Weil nach den Auswärtsspielen immer mehr Hunger da war als Zeit zum Essen, sagte er eines Tages zu mir: Sandra, kannst nicht Du für die Jungs kochen – dann frag ich mal, ob man nicht einen Herd in den Bus einbauen kann! Heute gibt es sogar eine richtige kleine Einbauküche – mit Dunstabzugshaube und Induktionsfeld. Da kann ich wirklich alles frisch zubereiten, was das Herz begehrt: Italienisches Gemüse, Gemüse aus dem Wok, Gulasch, Geschnetzeltes, Nudelgerichte…

Eine Gewissensfrage: Angenommen, der BVB hätte nach einem Spiel in der Allianz Arena einen Engpass und bräuchte einen Fahrer. Würden Sie einspringen und die Dortmunder in den Pott chauffieren?

Selbstverständlich! Ich bin sicher, die Kollegen von Dortmund würden das umgekehrt genauso halten. Oder auch die Fahrer der anderen Bundesliga-Vereine.

Wer ist im Bus für die Musik zuständig?

Ganz viele Spieler hören ihre eigene Musik und haben während der Fahrt ihre Kopfhörer auf. Die Musik, die man im Bus über die Lautsprecher hören kann, die mixen meine beiden Kollegen und ich zusammen.

Ihr persönliches Lieblingsstück?

Von We are the Familiy: „Hero“.

Jeder weiß, dass Sie sich mit Pferdestärken auskennen – aber dass Sie sich auch mit den Stärken der Pferde befassen…?

Seit 2009 unterrichte ich Menschen in der Körpersprache von Pferden, auf www.saliho.com kann man sich näher informieren. Ich habe mich immer schon für Pferdepsychologie interessiert. Dem Thema „Pferdestärken“ bin ich damit ja auch treu geblieben!

 

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