Beim FC Bayern werden sie sich demnächst ab und zu über den Weg laufen: Ex-Nationalspieler Miroslav Klose hat kein Verständnis für Sandro Wagners Express-Rücktritt aus der DFB-Elf unmittelbar nach seiner WM-Ausbootung.

München - Es sind ein paar Tage ins Land gegangen, seit Bayern-Stürmer Sandro Wagner mit heftiger Kritik an Bundestrainer Joachim Löw nach seiner Nichtnominierung für die WM seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärte. Und doch ist das Ganze nicht komplett vom Tisch.

Miroslav Klose - als Deutschlands Sturm-Trainer in Russland dabei - meldet sich jetzt in der "Sport Bild" zu Wort und zeigt klare Kante. "Es ist schwer, so eine Entscheidung zu akzeptieren. Aber ich kann sagen: Ich bin vom Typ her ganz anders. Wie bitter war es für Mario Gomez, 2014 nicht dabei zu sein? Das war brutal, und dennoch hat er kein Wort über seine Nicht-Nominierung verloren", sagt der 39-Jährige.

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Klose über Wagner: "War nur kurz in unserem Kreis dabei"

Pikant: Torjäger-Legende Klose steht nach dem WM-Turnier wie Wagner beim FC Bayern unter Vertrag - als Trainer der U17 des deutschen Rekordmeisters. Beim FC Bayern spielten die beiden einst kurz zusammen. So wurde Wagner 2007 im DFB-Ligapokalfinale gegen den FC Schalke 04 in der 90. Minute für Klose eingewechselt. Der hatte nach einer halben Stunde das entscheidende Tor der Partie erzielt.


DFB-Ligapokalfinale 2007 - Sandro Wagner kommt für Miroslav Klose ins Spiel. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Für Klose steht fest, dass sich Wagner überschätzt und zu schnell aus dem Bauch heraus reagiert hat: "Sandro Wagner war nur kurz in unserem Kreis dabei, nicht über zehn Jahre. Er hat mal drei Tore gegen San Marino gemacht und im Confed Cup auch nicht immer gespielt. Ich hätte ganz anders reagiert. Ich weiß nicht, ob er falsch beraten wurde, das Ganze nur eine Trotzreaktion war. An seiner Stelle hätte ich die Sache erst einmal sacken lassen und dann gehandelt. Diese Konsequenzen hätte ich nie gezogen."

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