Ludwigsvorstadt Der neue Feier-Grieche

Kyma-Chefs Konstantinos Baboulis und Leonidas Arachovitis im neu eröffneten Lokal in der Tumblingerstraße. Foto: Daniel von Loeper

Griechenland-Freunde, aufgepasst! Im Kyma gibt’s jetzt feines Meeresgetier auf dem Teller. Die Gäste vergnügen sich nach dem Essen beim Tanzen.

 

Ludwigsvorstadt - Es wird Zeit, mit Stereotypen zu brechen. In der Tumblingerstraße hat seit wenigen Tagen ein Lokal geöffnet, das zwar einen griechischen Namen trägt, aber Seemeilen von den gängigen Klischees der hellenischen Gastronomie entfernt liegt.

Statt Gyros, Ouzo und Akropolis-Fototapete erwartet den Gast im „Kyma“ ein ziemlich modernes und gleichzeitig gemütliches Ambiente. Münchner Nachtmenschen werden das neue Lokal von Kytaro-Betreiber Leonidas Arachovitis und Sushibar-Inhaber Konstantinos Baboulis sofort wiedererkennen. Früher war an selber Stelle das nämlich das Barysphär beheimatet.

Im Kyma ist nicht alles neu, mit dem Konzept soll der guten alten Zeit gehuldigt werden. Schon früher wurde im ersten Stock gegessen und zu späterer Stunde ging es im Keller feuchtfröhlich weiter. Genau auf dieses Konzept setzt auch das Kyma.

Im oberen Bereich des Lokals befindet sich der Restaurantbereich. Auf der Karte steht im Übrigen fast ausschließlich Fisch. Die Liebe zum Meer spiegelt sich auch im Namen des Restaurants wieder: Kyma bedeutet Welle. Die Auswahl der Gerichte aus Poseidons Reich bewegt sich auf durchweg ambitioniertem Niveau und reicht von Jakobsmuscheln mit Süßkartoffel Wasabi Creme (9 Euro) über eine Trilogie vom Thunfisch (20 Euro) bis zum sehr empfehlenswerten Loup de Mer mit einer wunderbar krossen Haut (19 Euro).

Fleischliebhaber müssen im Kyma tapfer sein – es gibt nur zwei Gerichte, deren Hauptbestandteil keine Flossen hat: Rib Eye mit Kartoffel (30 Euro) und Hirsch mit Kartoffel-Wasabi-Schnee (24 Euro).

Der Keller des Kyma ist naturgemäß dunkler gehalten als der Essbereich und präsentiert sich als Bar-Lounge. In der Mitte des langgezogenen Raums finden sich – wie bereits in den Vorgängerlokalen – verglaste Löcher im Fußboden. Immer wieder stehen die Gäste über dem durchsichtigen Boden und untersuchen mit großen Augen, ob das Glas unter den Füßen nicht doch bricht. Keine Angst, es hält. Das war ja früher auch schon so.

Tumblingerstraße 36, Tel.: 76 77 64 40, Mo bis Sa von 17 bis 1 Uhr geöffnet

 

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