Lokales Weihnachten: In Franken war's das Fest der Hiebe

Hilfe vom Himmel: Das Christkind besuchte am Heiligen Abend die Einsatzzentrale im Nürnberger Polizeipräsidium. Im Hintergrund der Christkindlesmarkt. Foto: News5

Polizei musste immer wieder Schlägereien schlichten – 143 Unfälle in Mittelfranken, einer davon endete tödlich.

 

NÜRNBERG Franken feierte weitgehend friedliche Weihnachten. Bis auf ein paar Ausnahmen, bei denen das Fest der Liebe zum Fest der Hiebe wurde...

In Hof mussten zwei rabiate Ehemänner die Weihnachtsnacht in der Zelle verbringen. Einer schlug seiner Frau die Nase blutig und einen Zahn aus, weil eine Sitzbank zu Bruch gegangen war. Der andere verletzte die Gattin am Rücken. Sie feierte mit ihrer Tochter bei den Nachbarn Weihnachten, er hätte lieber gemeinsam zuhause seinen Geburtstag begangen. Bei beiden Auseinandersetzungen war Alkohol im Spiel.

Mit Zoff in einer Diskothek mussten sich die Würzburger Ordnungshüter herumschlagen. Sie waren über die Feiertage Dauergast in einem Tanzschuppen in der Gattingerstraße. Ein junger Mann (25) wurde die Treppen runtergestoßen, zwei 21-Jährige durch Schläge am Kopf verletzt. Auf dem Parkplatz davor schlug ein anderer Gast (25) eine Windschutzscheibe ein. Er hatte Haschisch dabei und einen „in der Krone“ (2 Promille).

In Ansbach wurde ein Jugendlicher (17) von zwei Passanten grundlos zusammengeschlagen.

Der Schnee machte den Autofahrern zu schaffen

Ansonsten machte vor allem der viele Schnee den Autofahrern zu schaffen: 143 Verkehrsunfälle in Mittelfranken zählte die Polizei. Meistens ging es mit Blechschäden ab. Ausnahmen: Auf der A3 bei Burgthann (Kreis Nürnberger Land) raste ein Autofahrer (25) unter einen Sattelschlepper. Er starb kurz darauf. Bei Weißendorf (Kreis Erlangen-Höchstadt/Aisch) wurden zwei Pkw-Insassen bei einem Frontalzusammenstoß verletzt, sechs bei einer Kollision bei Wilhermsdorf (Kreis Fürth).

Schnee-Alarm auch in Oberfranken. In Hof brach eine Lagerhalle zusammen: 500000 Euro Schaden. Und nur ein paar Straßenzüge entfernt, hatte ein Rentner (75) Glück im Unglück. Er stürzte beim Schneeräumen vom Vordach seines Hauses fünf Meter tief in einen Kellerschacht. Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich.

Beim Brand eines Hauses in Bad Berneck wurden zwei Feuerwehrmänner verletzt. Einer wurde von einem herabstürzenden Balken getroffen, der andere rutschte auf dem gefrorenen Löschwasser aus. In Bamberg zog sich ein Ehepaar eine Rauchgasvergiftung zu. In ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus war Feuer ausgebrochen.

 

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