Lokales Und das im Adler-Jahr: Kaum ein Zug nach Fürth!

Seit Mittwochabend fahren zwischen Nürnberg und Fürth keine Regionalbahnen mehr. Pendler müssen die U-Bahn nehmen. Foto: Berny Meyer

Regionalbahn-Pendler müssen bis 22. März auf die U-Bahn umsteigen, der Fernverkehr ist nicht betroffen

 

NÜRNBERG/FÜRTH Ausgerechnet im Jubiläumsjahr unseres Adlers, der ersten deutschen Eisenbahn, die 1835 Nürnberg und Fürth miteinander verband, kommt es auf dieser Strecke zu Ausfällen. Weil sie fit für ICE und S-Bahn gemacht wird, müssen Regionalbahn-Pendler früher aufstehen – und teilweise auf die U-Bahn umsteigen. Das gilt ab Donnerstag und zunächst bis Montag, 22. März.

Am Mittwochabend um 22 Uhr rollten die Bagger an: Zwischen der Nürnberger Jansenbrücke und dem Fürther Hauptbahnhof werden die Gleise auf Vordermann gebracht. Über eine Strecke von insgesamt 700 Metern erneuern die Arbeiter Schienen, Schwellen und Schotterbett. Das Vorhaben kostet nach Angaben der Bahn etwa 400.000 Euro. Später im Jahr werden dann auf diesem Abschnitt auch komplett neue Gleise für den S-Bahn-Verkehr verlegt.

Die Regional-Expresse fahren regulär

Während der Umbaumaßnahmen bleibt eines der Gleise für den Verkehr in beide Richtungen offen. Der Fernverkehr ist von den Arbeiten zunächst nur am Rande betroffen: Die ICE zwischen München und Berlin verkehren wie gewohnt, Züge der Strecken München – Ruhrgebiet und Wien – Frankfurt fahren nicht durch Fürth, sondern werden über Ansbach umgeleitet. Sie brauchen somit 25 Minuten länger. Die Abfahrtszeiten in Nürnberg verschieben sich laut eines Sprechers der Bahn nicht. Auch die Express-Züge zwischen Nürnberg und Bamberg fahren im normalen Takt.

Anders hingegen die Regionalbahnen nach Bamberg: Sie fahren nicht ab Nürnberg, sondern starten erst in Fürth. Pendler aus Nürnberg sollten daher etwa 20 Minuten eher aus dem Haus und die U-Bahn zum Fürther Hauptbahnhof nehmen. Wer von außerhalb kommt und normalerweise am Nürnberger Hauptbahnhof umsteigt, muss womöglich umplanen und einen früheren Zug nehmen, um in Fürth den Anschluss zu bekommen.StW

 

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