Lokales Überall Schnee-Chaos... (fast) nix ging mehr!

In Nürnberg hatten die Räumdienstfahrer keine ruhige Minute: Hier schiebt einer den Schnee vor dem Messezentrum von der Straße. Foto: dpa

Allein in Mittelfranken krachte es auf glatten Straßen 163 Mal. Dabei gab es 14 Verletzte

 

NÜRNBERG/MÜNCHEN Jennifer ist eine eiskalte Lady: Mit Schnee und Sturm fegte das Tief über Bayern. In Mittelfranken krachte es am Donnerstag auf den weißen Straßen von Mitternacht bis 15 Uhr 163 Mal. 14 Menschen wurden dabei verletzt. Besonders auf der A6 zwischen Lichtenau und dem Autobahnkreuz Feuchtwangen-Crailsheim wurden die Autofahrer arg gebeutelt. Ein Sattelzug legte den Verkehr um 5.50 Uhr lahm.

Der Zug rutschte auf Höhe Rastplatz Frankenhöhe, drehte sich um 180 Grad, blieb auf der rechten Fahrbahn liegen. Ein nachfolgender Lkw-Fahrer konnte den Zusammenstoß nicht verhindern. Die Fahrer blieben unverletzt.

Auch auf der A6 an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg kippte nach einem Rutscher ein Sattelzug mit 20 Tonnen Orangen um. Die A6 musste um 8.30 Uhr wieder gesperrt werden. Um 9.15 Uhr schließlich schleuderte auf der A6 kurz vor dem Kreuz in Richtung Nürnberg ein mit Stahl beladener Sattelzug gegen eine Bahnbrücke – 20 Kilometer Stau!

In Süd- und Ostbayern kam es zu rund 200 Rutsch-Unfällen mit wenigen Leichtverletzten. In München sorgte ein forscher Brummi-Fahrer um kurz vor 4 Uhr für ein Verkehrs-Chaos. Er gab am Mittleren Ring zu viel Gas, der Laster samt Anhänger stellte sich an der Ausfahrt des Effnertunnels quer und blockierte über Stunden die Einfahrt des Richard-Strauss-Tunnels – mit den entsprechenden Folgen für den Berufsverkehr.

Schwer erwischte es die Bahn vor allem in Südbayern, wo bis zu 30 Zentimeter Schnee fiel. „Schneeverwehungen verursachten Weichenstörungen, die nahezu im gesamten Regional- und Fernverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen führten“, so ein DB-Sprecher.

Mit Problemen mussten sich auch die Passagiere am Münchener Flughafen herumschlagen. Dort wurden bis zum Vormittag rund 70 Flüge annulliert werden. Die Hälfte davon hätte am Zielflughafen nicht landen können. 100 Flüge waren verspätet.

 

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