Lokales Schöne Maya: War es Selbstmord?

Illustration Foto: AZ Archiv

NÜRNBERG - Die Kunststudentin Maya Pikowski, deren Leiche am Donnerstag aus der Pegnitz geborgen wurde, fiel keinem Verbrechen zum Opfer. Alles deutet auf Selbstmord hin

 

Gefestigt sei sie gewesen, sozial integriert, zuverlässig, ehrgeizig. Maya Pikowiski (26) "wäre nie einfach so verschwunden", ohne ihren Freunden oder ihrer Familie Bescheid zu geben, betonten die Menschen, die ihr nahe standen, immer wieder. Seit Mitte Dezember suchten sie fieberhaft nach der Kunststudentin aus Röthenbach. Am 10. Dezember war sie nach einem Mittagessen mit einem Freund spurlos verschwunden. Von Tag zu Tag wurde es immer plausibler, dass Maya etwas Schlimmes angetan wurde. Dennoch suchten ihre Freunde die ganze Stadt ab, klebten Plakte, verteilten Flugblätter, recherchierten, gingen jeder noch so kleinen Spur nach.

Am Donnerstagnachmittag schließlich zogen Polizeitaucher ihren leblosen Körper aus der Pegnitz an der Insel Schütt. Einen Tag später ist klar: Maya fiel keinem Verbrechen zum Opfer. Alles deutet auf Selbstmord hin.

Meldungen, Mayas Leiche sei in eine Folie eingewickelt worden, entpuppten sich als falsche Gerüchte. Eine Plastiktüte die an ihrem Kopf hing und achtlos in den Fluss geworfen wurde, hat nichts mit ihrem Tod zu tun.

Warum sich Maya allem Anschein nach das Leben nahm, ohne einen Brief zu hinterlassen, ohne ihren Eltern, ihren Bekannten und ihrem Freund, der in Spanien wohnt, entsprechende Signale zu senden, bleibt ihr grusliges Geheimnis.

Steffen Windschall

 

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