Lokales Pfui! Schon wieder ein Vater als Sex-Monster

Muss für den Missbrauch seiner beiden minderjährigen Töchter viereinhalb Jahre ins Gefängnis: Roland K. (45). Foto: Berny Meyer

Es ist der 10. Fall in den letzten drei Monaten: Viereinhalb Jahre Knast für Heilpraktiker Roland K. (45)

 

NÜRNBERG Schon wieder muss ein Vater in den Knast, weil er seine eigenen Kinder sexuell missbraucht hat. Es ist bereits der zehnte derartige Fall in den letzten drei Monaten!

Kaum zu glauben, dass Roland K. (45), der am Dienstag auf der Anklagebank des Landgerichts Platz nehmen musste, mit dem skrupellosen Täter aus der Anklageschrift identisch ist. Im Gerichtssaal wurde er von Weinkrämpfen geschüttelt, als er von seinen beiden Töchtern erzählte. Deren Schmerz interessierte ihn allerdings jahrelang nicht. Ab 2005 missbrauchte er sie in Dutzenden von Einzelfällen. Am Anfang waren die Mädchen sieben und acht Jahre alt.

Immer dann, wenn seine Frau das Haus verlassen hatte, um zur Arbeit zu gehen, zeigte Roland K. die hässliche Seite seines Wesens. Dann waren die gerade erst schulpflichtigen Töchter nur noch ein Sex-Objekt für ihn. Sie mussten ihn auf unterschiedlichste Weise befriedigen. So begrapschte er sie und nötigte beide zu diversen widerlichen Sexualpraktiken.

Er war als Heilpraktiker tätig

In einem Fall, so ermittelte die Staatsanwaltschaft, wollte Roland K. bei einem der beiden kleinen Mädchen sogar Analverkehr ausüben. Er probierte mehrere Stellungen aus, schaffte es aber nicht.

Dem Gericht erzählte Roland K., dass es seinen Kindern trotz allem gut gehe und sie keine Therapie benötigen würden. Auch mit der Mutter der Kinder habe er nach wie vor ein gutes Verhältnis. Macht er sich vielleicht selbst etwas vor?

Den beiden Mädchen, die fünf Jahre lang durch die Hölle gingen, blieb wenigstens ein Auftritt im Gerichtssaal erspart. Ihr Vater hatte gleich zum Prozessbeginn ein umfassendes Geständnis abgelegt, so dass ihre Aussagen nicht mehr nötig waren. Das wirkte sich auch auf Roland K. positiv aus. Richter Hans Neidiger schickte den gelernten Schmied, der nebenbei auch noch als Heilpraktiker tätig war, für viereinhalb Jahre hinter Gitter. Ohne Geständnis wäre die Strafe noch höher ausgefallen. Dessen war sich auch Roland K. bewusst. Er nahm die Strafe sofort an. hr

 

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