Lokales Millionen-Plan: So sieht der neue Milchhof aus

So soll das neue Bürogebäude (links) aussehen, für das am 10. Februar der Grundstein gelegt wird. Foto: abendzeitung

Nach langem Vorlauf wird der erste Grundstein auf dem Areal am Wöhrder See gelegt

 

NÜRNBERG Als er vor vier Jahren das Startsignal zum Abbruch des alten Milchhofs gab, wollte Alfons Doblinger schnell Neues schaffen. Zwei Bürotürme wollte der Baulöwe auf dem Gelände direkt am Wöhrder See errichten. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Die Pläne für das 45000 Quadratmeter große Filetstück wurden immer wieder verworfen. Aus zwei wurde inzwischen nur ein Büroturm. Das Areal lag lange brach. Doch jetzt rollen die Bagger! Am 10. Februar wird der Grundstein für den ersten Neubau auf dem Milchhofareal gelegt.

Das sechsgeschossige Bürogebäude mit großen Glasfronten ist ein Millionenprojekt. Es entsteht im Süden nahe der S-Bahn. Weitere Gebäude sind in diesem Teil des Areals geplant, unter anderem auch der Büroturm. Der ehemaligen Milchhofverwaltung, einem denkmalgeschützten Bau des berühmten Bauhaus-Architekten Otto Ernst Schweizer aus den Jahren 1929 und 1930, hat Immobilienentwickler Gerd Schmelzer bereits vor Jahren neues Leben eingehaucht.

Nun revitalisiert Baulöwe Doblinger den Rest des Areals. Die Hallen des Milchhofs hat er abgerissen. Sie waren zu sehr beschädigt, um noch erhalten werden zu können. Unter anderem übten dort Sonderkommandos der Polizei das Stürmen von Häusern. Architekturfreunde forderten trotzdem immer wieder den Erhalt. Vor zwei Jahren gab der Denkmalschutz seinen Widerstand auf. Die Halle wurde abgerissen und der große Schornstein gesprengt.

Im Osten des Areals wird die Volks- und Raiffeisenbank ihre neue Zentrale in zwei Bürohäusern unterbringen. Dort wäre auch noch Platz für eine Erweiterung der Ohm-Hochschule. Ob die allerdings dort errichtet wird, ist ebenso offen wie der Neubau der Mercedes-Benz-Niederlassung im Zentrum des Geländes.

Mit der Grundsteinlegung bekommt das Projekt Milchhof nun neuen Schwung. mir

 

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