Lokales Klein, aber fein: Das Café Dalvia

Alles hausgemacht: Anne Ruppert serviert köstliche Erdbeer-Strudel, Torten und sogar Brioche. Foto: Schaller

Caféhaus-Serie: Hausgemachte Kuchen, Strudel und Brioche - der süße Traum von Anne und Alvin Ruppert.

 

NÜRNBERG Klein, aber fein: Versteckt in einer Seitenstraße haben Anne und Alvin Ruppert vor eineinhalb Jahren das Café Dalvia eröffnet. Hausgemachte Kuchen und Torten zeichnen das Dalvia genauso aus wie Familien-Atmosphäre und Gemütlichkeit.

„Es ist seltsam: Egal welche Hektik draußen herrscht, kaum sind die Leute hier, werden sie ruhig", schmunzelt Ruppert. Im Gästebuch ist zu lesen: ‚Ein Besuch im Dalvia ist wie eine Oase mitten in der Stadt, Kurzurlaub im Alltag.’

Viele Kunden schwärmen von den Brioche, Strudeln und originellen Kuchenüberraschungen - für 1,50 bis 2 Euro je Stück. Schon beim Anblick von Erdbeersahnerolle, Stachelbeertorte, und Rhabarberstrudel läuft vielen das Wasser im Munde zusammen. Da ist es kaum glauben, dass Anne Ruppert alleine bäckt.

„Ich gehe nachmittags nach Hause und bereite dort die Torten für den nächsten Tag vor", erzählt die passionierte Bäckerin. Das dauere bis spät in den Abend, doch schon gegenhalb fünf klingelt am nächsten Morgen wieder ihr Wecker. Köstlichkeiten brauchen nun mal ihre Zeit. Ihr Mann unterstützt beim Schneiden der Torten und serviert den Gästen Tee, Schokolade oder Kaffee für 1,60 bis 2,80 Euro je Tasse.

Viele drehen eine Runde in der Stadt, bis ein Tisch frei wird

„Wir hatten einfach den Traum, ein kleines Café mit selbstgemachten Spezialitäten zu eröffnen", stimmt das Ehepaar überein. Als sich die Gelegenheit bot, verwandelten die Rupperts die frühere Galerie in der Färberstraße in ihr Café, mit kleinem Feinkost-Angebot wie Rum-Rosen-Kandis, Weinen, Likören oder Marmeladen, die eine befreundete Lehrerin herstellt.

„Mittlerweile sehen Innenstädte in der Welt fast gleich aus: Überall gibt es dieselben Ketten. Dagegen wollten wir unbedingt etwas tun", meint Alvin Ruppert und freut sich, dass sich sein Mini-Café mit gerade mal 20 Sitzplätzen zum Geheimtipp entwickelt hat. Nachmittags sind oft alle Stühle belegt. „Viele Gäste drehen dann noch eine Runde in der Stadt oder fragen, wann der nächste Tisch frei wird", ergänzt Ruppert. Der Name Dalvia sei übrigens die Verschmelzung vom Namen des Enkels Daniel und der Inhaber Alvin und Anne.

Beide kennen sich schon seit 1973. „Seitdem sammelt meine Frau Rezepte", so Alvin lachend. Inzwischen bringen auch viele Gäste ihre Rezepte vorbei und bitten die Rupperts, diese in einen Gaumenschmaus zu verwandeln. Das älteste Stück aus Annes Sammlung ist zurzeit ein Zitronenkuchen von 1770. „Ich probiere gerne Neues und auch alte Rezepte aus", sagt Anne. So überrascht das Dalvia jeden Tag mit neuen Köstlichkeiten. scs

Café Dalvia, Hefnersplatz 1, Nürnberg, Tel. 0911/ 2406222, Geöffnet: Di- Sa 10 - 19 Uhr

 

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