Lokales Horror-Mutter lässt Tochter verhungern: Freundin packt aus

Sarahs Mutter Angela und ihr Vater Patrick ließen die Kleine verhungern. Foto: AZ

„Sie müsste auch auf der Anklagebank sitzen!“ sagt eine Bekannte von Angela R. aus Thalmässing.

 

NÜRNBERG Sein Blick blieb gesenkt: Patrick R. (30) aus Thalmässing, der seine Tochter Sarah qualvoll sterben ließ, sah der Jugendfreundin seiner Frau nicht in die Augen, als diese am Freitag vor Gericht aussagte. Er muss sich derzeit für den Hungertod der Dreijährigen verantworten. Seine Frau Angela ist nicht dabei. Das bringt deren 28-jährige Bekannte, selbst fünffache Mutter, in Rage: „Sie müsste auch auf der Anklagebank sitzen!“

Angela R. (27) ist schwer krank. „Sie hat Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, lebt in einem Hospiz und bekommt Morphium“, schildert ihre Freundin. Trotzdem sei sie geistig vollkommen klar, rede normal und könne auch Antworten geben. „Ich habe im Prozess Sachen erfahren, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben. Ich will einfach wissen: Warum?“

Angela R. dagegen sei es völlig egal, was im Prozess passiert. „Sie hat noch nicht mal ein Bild von Sarah aufgehängt. Es interessiert sie nicht, was mit ihrem Mann los ist – und was sie ihrer eigenen Tochter angetan hat.“

„Ich empfinde nur noch Hass auf die beiden!"

Die frühere Freundin von Angela R. hatte am Freitag ausgesagt, dass sie das Jugendamt mehrfach anonym auf die vermüllte Wohnung aufmerksam gemacht habe. Immer wieder habe sie nach Sarah gefragt – aber nur deren großen Bruder, der bereits mit fünf Jahren 33 Kilo wog, zu Gesicht bekommen. „Sie sagten immer, Sarah sei bei einer Schwägerin. Die Tür zu ihrem Zimmer war verschlossen. Wenn ich nur einen Ton gehört hätte, dann hätte ich sie eingetreten“, erinnert sich die 28-Jährige.

Wenn sie Angela R. heute nach dem Warum fragt, bekommt sie immer die gleiche Antwort: „Ich weiß es nicht.“ Das macht die Zeugin noch wütender: „Ich empfinde nur noch Hass auf die beiden. Angela gehört vor Gericht. Dann wird ihr vielleicht bewusst, was sie getan hat.“ au

 

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