Lokales Ganzes Haus hat Angst vor kriminellem Messer-Teenie

Terrorisiert seine Umgebung: Daniel F. (19). Foto: privat

Hausmeister wurde Opfer einer Mord-Attacke. Nachbarn fürchten sich vor Daniel F. (19).

 

NÜRNBERG Erst waren die Nachbarn der Familie F. genervt. Jetzt haben sie nur noch Angst. Seit der mittlere Sohn Daniel (19) vor mehreren Monate aus dem Gefängnis entlassen wurde, geht die Polizei in dem Mehrfamilienhaus im Nürnberger Stadtteil St.Peter ein und aus. Jetzt drehte gewalttätige Teenager durch und ging mit einem Messer auf den Hausmeister des Nachbarhauses los. Die Mordkommission ermittelt.

Körperverletzung, Diebstahl, Raub – Daniel saß in seinem kurzen Leben schon über drei Jahre im Knast. Wer ihn kennt weiß, dass man sich nicht mit ihm anlegen sollte. „Wenn er Drogen genommen hat, dann ist er total aggressiv“, erzählt eine Bekannte. Deshalb sind Daniel, sein jüngerer Bruder Patrick (16) und ihre Kumpels in der Schloßstraße gefürchtet. Die Clique trifft sich öfter auf dem privaten Spielplatz eines gegenüberliegenden Hauses. „Dort nehmen sie Drogen und trinken Alkohol“, beschreibt eine Anwohnerin. Schon mehrfach wurden die Jugendlichen von Hausmeister Said E. (28, Name geändert) vertrieben. Andere Mieter alarmierten die Polizei.

Am Samstag kamen die Uniformierten mal wieder: Daniel vermutete, dass der 28-Jährige ihm die Ordnungshüter auf den Hals gehetzt hatte. „Nur eine Minute nachdem die Polizei weg war, ging er zusammen mit seiner Mutter auf meinen Mann los“, schildert die Frau des 28-Jährigen. „Dann sagte er, dass er jetzt ein Messer holt.“

Wenige Augenblicke später hatte Daniel F. die Waffe in der Hand. Mehrfach versuchte er, Said E. die Klinge in den Oberkörper zu rammen. Um sich zu wehren, schnappte der sich einen Besen, mit dem er sonst den Spielplatz-Sand zusammengefegt. „Auch dem finalen Messerwurf konnte der 28-Jährige ausweichen“, schildert Polizeisprecher Bert Rauenbusch.

Als die Polizei Minuten später wiederkam, war Daniel F. geflüchtet. Die Mordkommission ermittelt gegen ihn wegen versuchten Totschlags.

Die Nachbarn wollen nur eins: „Dass die Familie weggeht. Die Kinder sind alle kriminell, der Älteste noch im Knast. Und Daniel ist unberechenbar.“ Die drei Kleinen von Said E. dürfen nicht mehr raus, bis er gefasst ist.A. Uhrig

 

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