Lokales Für 10,1 Millionen: Kloster Heidenheim wird umgebaut

Das Kloster Heidenheim gilt als die Keimzelle des Christentums in Franken. Foto: Tourismusverband Fränkisches Seenland

HEIDENHEIM - Der Freistaat will rund die Hälfte der Sanierungs-Kosten des 752 gegründenten Klosters bezahlen.

 

Der Ausbau des uralten ehemaligen Klosters Heidenheim (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) in eine Bildungs- und Begegnungsstätte ist ein gutes Stück näher gerückt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Finanzstaatssekretär Josef Pschierer (beide CSU) sowie Vertreter des Zweckverbandes Kloster Heidenheim einigten sich darauf, Sanierung und Umbau „abschnittsweise in Angriff zu nehmen, um die Kosten in überschaubarem Rahmen zu halten“.   

Pschierer sagte zu, einen noch undotierten Posten für den Klosterumbau in den Haushalt 2011/2012 aufzunehmen. Einer Schätzung des Staatlichen Bauamts Ansbach zufolge kostet das Projekt insgesamt 10,1 Millionen Euro. Laut Mitteilung müsste die Staatsregierung 5,3 Millionen Euro übernehmen. Der Freistaat Bayern ist Besitzer der Immobilie.

In der Reformation wurde das Kloster aufgelöst

Nach Herrmanns Worten haben bereits mehrere Organisationen wie etwa der Bezirk Mittelfranken und die Bayerische Landesstiftung ihre Bereitschaft signalisiert, den Umbau des alten Gemäuers finanziell zu unterstützen. „Bisher waren feste Zusagen aber schwer zu bekommen, weil jeder zuerst Vorleistungen des Finanzministeriums erwartete. Ich gehe davon aus, dass nach diesem Gespräch nun der Knoten durchschlagen ist“, sagte Herrmann.

Das Kloster Heidenheim gilt als eine Keimzelle des Christentums in Franken. 752 wurde es von den beiden angelsächsischen Missionaren Willibald und Wunibald gegründet. In der Reformation wurde das Kloster allerdings aufgelöst, seitdem waren in den Gebäuden verschiedene Amtsstuben untergebracht. Nach 1945 wurden Wohnungen und ein Künstleratelier darin eingerichtet. Das Evangelisch-Lutherische Dekanat und die Marktgemeinde Heidenheim hatten bereits im Jahr 2006 einen Zweckverband gegründet, um eine Begegnungs- und Bildungsstätte im einstigen Kloster einzurichten. dpa

 

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