Lokales Experten: Region hat die Quelle-Pleite „verdaut“

Als bei Quelle die Totenglocke läutete, verloren über 4000 Menschen ihren Job. Foto: B. Meyer

Zurzeit beziehen nur 1700 Ex-Mitarbeiter des Versandhauses Arbeitslosengeld I

 

NÜRNBERG Gute Nachricht: Trotz des Verlustes von Tausenden Jobs durch die Quelle-Pleite sehen Arbeitsmarktexperten und Staatsregierung die Zukunft der Region optimistisch! „Der bayerische Arbeitsmarkt und die Region Nürnberg-Fürth haben den Fall Quelle relativ gut verdaut“, sagte Heinrich Alt, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA). Und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ist zufrieden, dass die Arbeitslosigkeit in beiden Städten „deutlich niedriger“ als befürchtet ist.

Alt sagte, die Investitionen in Bildung, Innovation und erneuerbare Energien, unter anderem durch das Sonderprogramm der Staatsregierung im Umfang von 150 Millionen Euro, würden „sicher mittelfristig“ zu neuen Stellen in der Region führen. Minister Zeil äußerte sich zufrieden über die Zusammenarbeit mit den Oberbürgermeistern von Nürnberg und Fürth, Ulrich Maly und Thomas Jung (beide SPD): „Ich kann versichern, dass die Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg gut funktioniert.“

Nach Angaben von BA-Vorstand Alt sind derzeit über 800 ehemalige Quelle-Mitarbeiter in Qualifizierungsmaßnahmen. Knapp 1700 beziehen Arbeitslosengeld I. Über die Zahl der vermittelten Menschen konnte er keine Angaben machen, da diese nicht gesondert erfasst würden. Ebenso sei nicht klar, wie viele Stellen im Umfeld von Quelle etwa beim Paketdienstleister DHL, Druckereien und Grafikern verloren gingen.

 

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