Lokales Dieses Kochbuch ist ein Krimi

Krimi-Autor Jan Beinßen (l.) hat Kurzgeschichten mit Rezepten gewürzt. Foto: privat

Autor Jan Beinßen hat sich Verstärkung geholt – und Kurzgeschichten mit Rezepten gewürzt

 

NÜRNBERG Man nehme eine Spürnase, eine Hand voll rätselhafter Vorfälle, eine Portion Spannung – und platziere die Gänsehaut-Mischung in fränkischen Gasthöfen. So könnte das Erfolgsrezept von Journalist und Autor Jan Beinßens Kochkrimis lauten.

Das neuste Werk Beinßens heißt „Gesalzen und gepfeffert“. Es ist ein Krimikochbuch mit Paul Flemmings „pikantesten Fällen“, wie der Schriftsteller mit dem leichten Hang zum Schlüpfrigen selbst sagt. Mit Koch Hannes Henn an der Seite kreierte der Wahlfranke eine mörderisch-kulinarische Sammlung, in der 16 Kurzkrimis auf 28 fränkische Rezepte treffen. Seit kurzem gibt es das Buch zu kaufen (ars vivendi Verlag, 14,90 Euro).

Auslöser der Idee waren die Fans der Romane um Detektiv Flemming: „Immer wieder haben mich Leser gefragt, ob ich Rezepte zu den Büchern habe“, verrät Beinßen, der vor sechs Jahren seinen Serienhelden zum Leben erweckte.

Wie schon in Beinßens bisherigen Flemming-Romanen wird auch im neuen Krimi-Kochbuch die fränkische Küche zum Drehkreuz der Ermittlungen. In Kneipen und Wirtshäusern bekommt die Hauptfigur immer wieder entscheidende Hinweise und Einfälle. Gut gegessen – und die Fälle sind halb gelöst!

Die kulinarische Krimi-Rundreise startet und endet in Nürnberg

Mit „Mord à la Carte“ startet in Nürnberg die kulinarische Krimi-Reise quer durch Franken. Bevor Flemming in „Gesalzen und gepfeffert“ zu seinen nächsten Fällen in Ober- und Unterfranken aufbricht, ist ein Zwischenstopp am heimischen Herd angebracht. Dort sollen die Leser Rezepte wie Karpfen im Wurzelsud und Wein-Eis mit kandierten Veilchen selbst testen.

Ein paar Mal umblättern, und schon halten die „Bamberger Bierrevolte“, die „Dame im Cocktailkleid“ oder das „Haar in der Suppe“ Flemming wieder kräftig auf Trab. Klar, dass sich der Hobby-Detektiv eine fränkische Tassenlasagne, Zwiebel- oder Pfannkuchen zur Stärkung gönnt. Nach Stationen in Würzburg, Bamberg und Bayreuth lässt Beinßen seine Romanfigur am Buch-Ende nach Nürnberg zurückkehren. Dorthin, wo „Der Glühweinkrieg“ wütet.

„Gekocht wird fränkisch – aber anders“, erklärt der Autor, der selbst fürs Kräuter-Omelett schwärmt. Ein wichtiges Kriterium für die Rezepte war Einfachheit, erklärt Beinßen: „Man muss kein Profikoch sein.“ Schließlich soll es in keiner Küchenschlacht enden. S. Schaller

 

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