Lokales Dieser Surfer reitet auf der Pegnitz

Das Seil hilft beim Einstieg in die Pegnitz und verlängert das Vergnügen, trotzdem ist das Fluss-Surfen ziemlich anstrengend. Foto: Tremel

Die perfekte Welle: Das Hochwasser lockte die Sportler ans Fuchsloch – ein seltenes Vergnügen...

 

NÜRNBERG Der junge Mann auf dem Foto reitet nicht etwa die „Pororoca“, jene berühmte Gezeitenwelle, die einmal im Jahr Tausende Surfer an den Amazonas zieht. Nein, Chris Danner (29) reitet mitten auf der Pegnitz!

Aber auch dieses Vergnügen lockt nur ganz selten im Jahr Surfer ans Fuchsloch an der Stadtgrenze. Am Samstag war es wieder mal so weit: „Der Dauerregen hat den Pegel auf 2,76 Meter ansteigen lassen“, berichtet Danner. Das Ergebnis: eine Welle von mindestens einem Meter Höhe und sechs bis sieben Meter Breite. Der Sonnenschein machte den Samstag am Fuchsloch zu einer „einmaligen Sache“, schwärmt Chris.

So einmalig, dass Danner und seine drei Kumpels schnell Anschluss bekamen: „Ein Adidas-Mitarbeiter aus Florida joggte vorbei. Als er uns sah, fuhr er sofort in seine Wohnung und holte sein Surfbrett, mit dem er ab und zu im Eisbach im Münchner Englischen Garten surft.“ Auch am Fußgängerüberweg tummelten sich bald Schaulustige, die die Jungs beim Pegnitz-Ritt anfeuerten.

Trotz des Sonnenscheins wollte Chris, der am liebsten im baskischen Atlantik surft, auf den Neopren-Anzug nicht verzichten: „Nach einigen Stunden wird’s dann doch ein bisschen frisch.“

Steffen Windschall

 

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