Lokales Diese Frau soll Chefin in Nürnbergs Knast werden

Krimis liest sie nie: die Juristin Renate Schöfer-Sigl (53). Foto: Mike Schmalz

Die Juristin Renate Schöfer-Sigl (53) leitet derzeit die Ebracher Jugendstrafanstalt

 

NÜRNBERG Nächste Woche soll die Juristin Renate Schöfer–Sigl (53) als Nachfolgerin von Hans Welzel die Justizvollzugsanstalt (JVA) Nürnberg übernehmen. Sie wäre die erste Frau an der Spitze von Bayerns zweitgrößtem Gefängnis (1100 Haftplätze, 440 Bedienstete). Doch die Regierungsdirektorin winkte am Mittwoch noch ab: „Ich habe es noch nicht schriftlich, solange glaube ich es auch nicht.“

Die ehemalige Anwältin aus Niederbayern arbeitete schon vor zehn Jahren in der Nürnberger JVA und wurde 2002 Chefin der Jugendstrafanstalt Ebrach (330 Plätze). Dort sitzt, wer zu mehr als drei Jahren Jugendstrafe verurteilt ist. „Die schweren Jungs halt“, so Schöfer-Sigl. Auch die U-Bahnschläger von München-Solln werden wóhl dort landen, auch die Schweizer Schläger, die derzeit in München vor Gericht stehen.

Was gefällt der Juristin an ihrem Job? „Dass er so abwechslungsreich ist. Man arbeitet ja mit den verschiedensten Berufsgruppen, wie Handwerkern, Pfarrern, Sozialarbeitern, zusammen.“

In der Freizeit geht sie Wandern oder Skifahren. Liest sie Krimis? „Nein, die hab’ ich doch im Beruf“, lacht sie. cis

 

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