Lokales Das Radrennen holpert übern Hauptmarkt

Der Streckenabschnitt an der Burg bleibt erhalten. Neu ist die Route über den Hauptmarkt, wo das Rennen auch gestartet wird. Foto: Klaus Schillinger

Die neue Kopfstein-Route soll im September mehr Publikum locken - obwohl das Radeln durch Nürnbergs "gute Stube" doch eigentlich streng verboten ist...

 

NÜRNBERG Für Radfahrer ist der Hauptmarkt tabu! Nicht einmal nachts und am Wochenende dürfen sie über das Kopfsteinpflaster in Nürnbergs guter Stube strampeln. Schieben ist angesagt. Jedoch nicht für die Teilnehmer am Altstadtrennen. Sie sollen heuer über den Hauptmarkt holpern. Die Planer im Rathaus verpassen dem Rennen einen neuen Kurs...

Grund für die Neuplanung und Umbenennung des Rennens ist der Ausstieg des Hauptsponsors Nürnberger Versicherung. Aus dem Radrennen „Rund um die Nürnberger Altstadt“ wird das „Altstadtrennen“. Der Kurs wird auf eine Nordschleife verkürzt. Sie führt vom Hauptmarkt über das Tiergärtnertor, den Vestnertorgraben an der Burg entlang zum Rathenauplatz und von dort durch die Innere Cramer-Klett-Straße und den Laufer Schlagturm über den Obstmarkt wieder zurück zum Hauptmarkt.

„Jetzt fehlen nur noch die Geldgeber“

„Dadurch wird die Strecke fürs Publikum attraktiver“, sagt Sportbürgermeister Horst Förther. Zuletzt litt das Rennen schwer an Zuschauerschwund. Zudem fällt die teure Komplettsperrung der Altstadt weg. Rund um den Start am Hauptmarkt plant Organisator Jürgen Thielemann vom Sportamt eine Aktionsfläche. Ziel ist am Vestnertor. Die Jedermann-Rennen verschiedener Klassen sollen über die Pflaster-Route führen.

„Wenn wir ein Bundesligarennen der Frauen bekommen, werden wir die Route über die Rollnerstraße nach Kalchreuth in den Landkreis Erlangen-Höchstadt und von dort über Buchenbühl und die Äußere Bayreuther Straße wieder in die Altstadt führen“, sagt Thielemann. Der Termin für das Rennen steht mit dem 12. September bereits. Auch die Ausnahmegenehmigung fürs Radeln am Hauptmarkt liegt vor. Förther: „Jetzt fehlen nur noch die Geldgeber.“ mir

 

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