Lokales Bernd Händel: Jetzt moderiert er „Kabarett aus Franken“!

Bernd Händel steht seit den 1970er-Jahren auf der Bühne. Er ist Sitzungspräsident im Veitshöchheimer Fasching und ein begnadeter Stimmen-Imitator. Jetzt wird er ab Herbst „Kabarett aus Franken“ im Bayerischen Fernsehen moderieren. Foto: Berny Meyer

Der 53-jährige Nürnberger Entertainer wird der Nachfolger von Klaus Karl-Kraus

 

NÜRNBERG Das bestgehütetste Geheimnis des Studio Franken im Bayerischen Rundfunk ist jetzt gelüftet: „Kabarett aus Franken“, die beliebteste Sendung auf Bayern 3, wird künftig vom Nürnberger Kabarettisten Bernd Händel moderiert! Nach dem Abschied von Klaus Karl-Kraus vor wenigen Wochen wurde lange um die Nachfolge gerätselt.

Der 53-jährige Büttenredner, Stimmen-Imitator und Entertainer ist vor allem als Sitzungspräsident des Quoten-Knüllers „Fastnacht in Franken“ bekannt. Auch in seiner Paraderolle als „Silvester Capone“ tritt er dort auf. „Ich freue mich drauf“, bekennt der Nürnberger. „Das ist eine tolle Herausforderung.“

Eine, über die sich auch sein Vater sicherlich sehr freuen wird – hat er ihm doch das Talent in die Wiege gelegt: Willi Händel und Karl Vogt waren von 1958 bis 1988 das legendäre Mundart-Duo „Peterlesboum“. Vogt starb 1988.

"Das macht man ein paar Jahre. Und dann muss es wieder jemand anderes machen"

Bernd Händel steht seit 1974 auf der Bühne. Angefangen hat seine Karriere bei der Karnevalsgesellschaft Buchnesia in Nürnberg. Er entdeckte seine Liebe zur Parodie, beherrscht über 30 Stimmen (Willy Brandt, Franz Josef Strauß, Edmund Stoiber oder Michael A. Roth).

Händel will jedoch BR-Studioleiter Martin Wagner nicht vorgreifen. Der wird erst kommende Woche die Veränderungen bei „Kabarett aus Franken“ offiziell vorstellen. Unter anderem soll es auch eine völlig neue Bühnendekoration geben. „Wir sind da noch am Basteln“, so Händel, den das Lampenfieber gepackt hat.

Dass seine Vorgänger Mäc Härder und Klaus Karl-Kraus nicht lange die Moderation behalten konnten, schreckt ihn nicht ab: „Ich habe eine klare Sichtweise: Das macht man ein paar Jahre. Und dann muss es wieder jemand anderes machen.“ Susanne Will

 

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