Lokales Azubis gesucht: Noch über 3500 Lehrstellen frei!

Anspruchsvoller Lehrberuf: ein Mechatroniker-Azubi bei der Arbeit. Foto: Marlies Schnetzer

Viele Unternehmen in Mittelfranken wollen heuer wieder mehr junge Leute ausbilden.

 

NÜRNBERG Die anziehende Konjunktur und sinkende Schüler-Zahlen haben für Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt gesorgt. Aktuell sind in Mittelfranken noch über 3500 Lehrstellen unbesetzt. IHK-Ausbildungs-Experte Udo Göttemann: „Wir werden heuer mehr Ausbildungs-Verträge haben als im letzten Jahr. Und alle, die eine Ausbildung machen wollen, haben gute Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen.“

Eine Umfrage der IHK unter 784 Betrieben hat ergeben: 18 Prozent wollen heuer mehr junge Leute ausbilden als im Vorjahr. Waren in den ersten Monaten des Jahres noch die Auswirkungen der Krise zu spüren, zieht jetzt der Ausbildungsmarkt stark an. Göttemann: „Wir sind 2010 mit Minus-Zahlen gestartet, liegen aber jetzt schon deutlich über dem Niveau von 2009.“ Heißt: Wenn die positive Entwicklung so weitergeht, werden am Ende des Jahres mehr als 8500 Ausbildungs-Verträge unterschrieben sein. Manch ein Firmen-Chef nimmt inzwischen frühzeitig Kontakt zur örtlichen Schule auf und bietet Praktika an, um sich den nötigen Facharbeiter-Nachwuchs zu sichern.

Auch Hauptschüler haben wieder Chancen: Von den 23.000 Ausbildungs-Verhältnissen, die die IHK Mittelfranken betreut, betreffen 32 Prozent ehemalige Hauptschüler, über 40 Prozent Realschüler und 17 Prozent Abiturienten.

Bewährt hat sich nach Göttemanns Erfahrungen auch die so genannte „Einstiegs-Qualifizierung“. 80 Prozent der in der Regel schwachen Hauptschüler, die dieses Einstiegs-Praktikum absolviert haben, bekamen im Anschluss eine Lehrstelle. venne

 

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