Lokales 1. Mai: Droht auch bei uns wieder Randale?

Die Nürnberger Polizei rechnet heuer nicht mit Ausschreitungen, ist aber – wie auf diesem Foto von vor sieben Jahren – gewappnet. Foto: Berny Meyer

Schon am Mittwoch sorgten Chaoten für Ärger in der City. Die Polizei bleibt aber entspannt

 

NÜRNBERG Während es im vergangenen Jahr am 1. Mai in Nürnberg weitgehend ruhig blieb, mündete zwei Monate später ein Straßenfest im Stadtteil Gostenhof in üble Randale. Es gab verletzte Besucher und Einsatzkräfte. Und Veranstalter und Polizei überhäuften sich gegenseitig mit Vorwürfen.

Heuer ist die Lage schon im Vorfeld des Maifeiertags angespannt: Der Z-Bau als alternatives Veranstaltungszentrum in der Frankenstraße steht vor dem Aus. Schon am Mittwoch endete eine Spontan-Demo von Autonomen unfriedlich: Am Weißen Turm wurden 30 Chaoten festgenommen, die ihren Slogan „Nehmt Ihr uns die Häuser ab, machen wir die City platt“ in die Tat umsetzen wollten. Es steht also zu befürchten, dass am Tag der Arbeit eine Minderheit aus dem linksextremen Spektrum Ärger macht.

Schon am Donnerstagabend findet in Fürth eine Protest-Aktion der „Antifaschistischen Linken Fürth“ als „antikapitalistische und antifaschistische Vorabdemo zum 1. Mai“ statt. Der Marsch startet um 19 Uhr an der Kleinen Freiheit. Neben der großen, traditionell friedlichen DGB-Kundgebung (Start um 10 Uhr am Maffeiplatz) und dem Fest am Kornmarkt steigt am 1. Mai selber in Nürnberg der Aufzug „Initiative Neue Arbeiterinnenbewegung“ um 12.15 Uhr in der Gostenhofer Hauptstraße. Er endet mit einem Staßenfest in der Adam-Klein-Straße.

Was die Sicherheitslage angeht, ist die Polizei optimistisch. Sprecherin Elke Schönwald rechnet mit „einem friedlichen Verlauf aller Kundgebungen“. Für erhöhte Alarmbereitschaft gebe es heuer „keinen Anlass“. Allerdings: „Sollte es zu Störungen kommen, wird die Polizei rigoros einschreiten.“ StW

 

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