Lokal in der Türkenstraße Springinsfeld: So gut ist das vegane Fastfood

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Das Springinsfeld in der Türkenstraße. Foto: Facebook

In der Maxvorstadt gibt’s neuerdings veganes Fastfood. Die Zukunft des Gratitude ist unklar.

 

Springinsfeld ist ein schöner Name, der an Grasflecken, Picknick und Barfußlaufen mit Pieksen erinnert. In der Maxvorstadt hat in der L’Arancineria jetzt ein veganer Streetfood-Laden mit diesem wohlklingenden Namen eröffnet. Die AZ springt in der Mittagspause für einen verdeckten Test und einen Plausch vorbei.

Springinsfeld in der Türkenstraße: Wie schmeckt's?

Fünf Gerichte können die Gäste als Salat oder Wrap wählen. Die Basis sind Salat, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Wir wählen den BBQ Jack mit geschmorter Jackfrucht, karamellisierten Zwiebeln, Karotte, Rotkohl und Agaven-Senf (8,30 Euro). Letzterer dominiert in dem würzigen Gericht, wie nun die tropische Jackfruit schmeckt, kann ein Nicht-Jackfrucht-Erprobter nach dem Essen nicht sagen. In der Konsistenz erinnert sie an Fleisch, hier ist sie würzig, aber auch süßlich. Nach vier Minuten wird serviert. Das ging flott.

Außerdem auf der Karte: Sirtaki mit Gyrosgeschnetzeltem, Antipasti, Muchacho mit schwarzen Bohnen und Guacamole oder Cado mit Austernpilzen. Die frischen Zutaten sind in einer Theke. Was erwärmt wird, kommt aus dem veganen Restaurant Bodhi im Westend, dessen schnelle Schwester das Springinsfeld ist.

Schließung: Gratitude macht dicht

Nachdem die Zukunft des veganen Restaurants Gratitude nur ein paar Meter weiter ungewiss ist, hat das Springinsfeld zur rechten Zeit aufgemacht – wenn auch das Konzept ein völlig anderes ist. Die Betreiber des Gratitude schließen das beliebte Lokal. Küchenchef Patrick Janoud hat zwar einen Vertrag bis Juni, hatte aber am Freitag überraschend das Geschirrtuch geworfen. "Ich wollte ohne klare Ansage, was wird, nicht weitermachen", sagt Janoud. Das Gratitude bleibt vorerst laut eines Facebookposts geöffnet.

Im Springinsfeld probiert das Team noch aus, was die Kunden in der Türkenstraße wollen. "Wenn’s nicht genug ist, dann Bescheid geben. Wir haben genug", sagt der Mann am Tandoori-Ofen, wo die Wraps gemacht werden. Und erklärt, in den Schüsseln könne er die Salatgröße nicht einschätzen. Auch nett, dass es einen halben Liter Wasser für einen Euro gibt.

Wenn man schonmal nett am Ratschen ist: Wie passen denn bitteschön die Plastiksalatschüsseln und Becher mit selbst gemachter Hollerlimo (2 Euro) zu einem veganen Laden? Er erklärt, dass die aus biologisch abbaubarem Zuckerrohr und Mais seien. Man könne sie sogar auf den Kompost werfen. Aha. Bald werde es auch richtiges Geschirr geben, damit es schön klirrt, wenn man ins Feld springt.


Springinsfeld, Türkenstraße 47, täglich 11 bis 23 Uhr

 

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