Lokal im Eataly "Al Convento": Der Geschmack von Sonne und Napoli

Häkelmütze und rote Lesebrille: Pasquale Torrente ist mit seinem Restaurant "Al Convento" bis Ende Februar der neue Gast-Chefkoch im "Eataly". Foto: Petra Schramek/AZ

Die AZ stellt ab sofort jeden Montag ein neues Lokal vor. Heute: Der Italiener Al Convento löst in der Schranne das Rimini Rimini ab – und bringt Schlemmereien von der Amalfiküste nach München.

 

Altstadt - Die rot-weiß gestreiften Sonnenschirme unterm Dach der Schranne sind verschwunden, die Strand-Klappstühle auch. Stattdessen stehen nun elegante Plexiglassessel um die Marmortische. Und das "Pop-up-Restaurant" auf der Galerie des italienischen Feinkostmarkts Eataly (das zuletzt "Rimini Rimini" hieß) heißt für die nächsten sechs Wochen "Al Convento".

Der neue Gast-Chefkoch aus Kampanien ist Pasquale Torrente – und man erkennt ihn an seiner Häkelmütze, die er (drinnen wie draußen) auf dem Kopf trägt. Mit roter Lesebrille, die in den Maschen steckt.

Daheim ist der Mann ein Star: Wenn er mit seinem Küchenteam nicht gerade um die Welt reist (von Rom über Istanbul bis Dubai), findet man ihn in seiner Trattoria "Al Convento" am Hauptplatz von Cetara an der Amalfiküste. Seine Eltern haben das Lokal schon 1969 im ehemaligen Kloster am Platz eröffnet. Heute gilt es mit seinen gehobenen Kreationen aus Kampanien als eines der besten Restaurants Italiens.

Das verdankt Torrente vor allem seinem Händchen für die Fischsoße "Colatura di Alici". 30 Kilo Sardellen werden dafür ein halbes Jahr lang mit Salz in einem Fass geschichtet – bis durch ein kleines Loch im Boden schließlich ein Liter feinstes Sardellenöl getropft ist. Ein natürlicher Geschmacksverstärker, den Torrente angereichert mit Olivenöl, Knoblauch und Petersilie über seine Spaghetti träufelt (11,50 Euro), damit die Gäste beim Hinschmecken "an die Sonne, die Amalfiküste, an Napoli denken", wie er lachend erklärt.

30 Kilo Sardellen für einen Liter feinstes Sardellenöl

Das schmeckt köstlich für Sardellenliebhaber – und gewöhnungsbedürftig intensiv für alle, die keine Sardellenfans sind. Aber für die hat Pasquale Torrente diverse Alternativen auf der Speisekarte: Garnelen mit Kartoffeln und Thunfischrogen (14,50 Euro) zum Beispiel, Pasta mit Ragú alla napoletana (12 Euro), Hackfleischbällchen nach Art von Mamma Gilda (10 Euro), oder gefüllte Kalamari (22 Euro). Ein Muss ist jedenfalls das typisch frittierte und dann in Zucker gewälzte Gebäck aus Neapel: Zeppole di Patate (5 Euro).


Noch eine Spezialität von der Amalfiküste: Pasta mit Ragú alla napoletana. Foto: Petra Schramek

Ende Februar dann wird das "Al Convento" weiterziehen, erst nach Mailand, dann nach Turin. Dann zieht für die nächsten zwei Monate (März, April) das Gastlokal "Oresteria" ins Eataly, mit Gerichten aus der Region Latium.


Das Pop-up-Restaurant "Al Convento" gastiert bis 28. Februar im Eataly (Schrannenhalle). Geöffnet: täglich 11.30-22.30 Uhr.

 

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