Lohnnebenkosten Weniger Abgaben 2013: Bis zu 3789 Euro sparen!

Zahlreiche Neuregelungen bringen 2012 für Normalverdiener eine Entlastung von bis zu 160 Euro im Jahr. In Einzelfällen kann unterm Strich aber noch deutlich mehr herausspringen.

 

MÜNCHEN - Für die Wirtschaft sieht’s 2012 zunächst mau aus, doch viele Beschäftigte dürfen sich freuen. Gesetzesänderungen bringen Menschen mit durchschnittlichem Einkommen eine Entlastung von bis zu 160 Euro im Jahr, hat Ökonom Frank Hechtner für die „SZ“ errechnet. Die wichtigste Änderung, die alle Beschäftigten betrifft, ist die Senkung des Rentenbeitrags von bisher 19,9 auf 19,6 Prozent. Außerdem können Die Beschäftigten 2012 höhere Aufwendungen für die Altersvorsorge vom zu versteuernden Einkommen absetzen.

Gutverdiener müssen allerdings mehr für die Rente zahlen, weil die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in Westdeutschland 5600 Euro pro Monat gestiegen ist. In ganz Deutschland ist außerdem die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 3825 Euro pro Monat gestiegen. Spürbare Entlastungen gibt es für viele Eltern: Volljährige Kinder in Ausbildung dürfen jetzt unbegrenzt selbst Geld verdienen. Wer für jüngeren Nachwuchs Kinderbetreuungskosten geltend machen will, muss keine Gründe mehr angeben.

Zwei Drittel der Betreuungskosten, maximal 4000 Euro pro Kind, können abgesetzt werden. Ein Spitzenverdiener mit zwei Kindern kommt damit auf eine Steuerentlastung von 3798 Euro im Jahr. Wer wissen will, in welchem Maß er von Aufwendungen, die steuerlich geltend gemacht werden, profitiert, sollte seinen Grenzsteuersatz kennen. Er spiegelt den Grundfreibetrag und die Progression wieder und gibt an, wie viel Cent von jedem zusätzlichen verdienten Euro an den Fiskus gehen.

Faustregel: Je höher das Einkommen, desto höher der Grenzsteuersatz. Deswegen müssen Gutverdiener einen größeren Anteil einer Lohnerhöhung ans Finanzamt abgeben. Umgekehrt profitieren sie mehr, wenn sie in der Steuererklärung nennenswerte Unkosten anführen. Für Geringverdiener dagegen machen sich Steuererleichterungen nur begrenzt bemerkbar. Die Stiftung Warentest hat einen Steuerrechner ins Internet gestellt, der den Grenzsteuersatz angibt.

 

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