Runjaic wollte dichtmachen Wütende 1860-Fans verhindern spontanes Geheimtraining

1860-Trainer Kosta Runjaic machte aus der öffentlichen Trainingseinheit am Freitagvormittag kurzerhand ein Geheimtraining. Foto: ME

1860-Trainer Kosta Runjaic wollte am Freitagvormittag ein Geheimtraining abgehalten, obwohl ursprünglich eine öffentliche Trainingseinheit angedacht war - gut 50 Fans schienen vergeblich an die Grünwalder Straße gekommen zu sein. Nach einigen Beschwerden wütender Anhänger wurde das Training schließlich wie geplant abgehalten.

 

München - Spontaneität hat durchaus ihre Vorteile. Das dachte sich wohl auch Trainer Kosta Runjaic, der für Freitag kurzerhand ein Geheimtraining anordnete. Noch am Morgen vor der für 10 Uhr angesetzten Einheit war allerdings ein öffentliches Training geplant. Der 1860-Coach wollte wohl schon drei Tage vor dem Auswärts-Auftritt seiner Elf am vierten Spieltag beim 1.FC Nürnberg am Montag (20.15 Uhr, im AZ-Liveticker) taktische Feinheiten einüben und sich auf bei der Wahl des Personals nicht in die Karten schauen lassen.

Runjaics spontaner Schachzug ging allerdings auch auf die Kosten von rund 50 Fans, die den Weg an die Grünwalder Straße gefunden hatten, um ihre Löwen zu beobachten. Zunächst mussten sich diese ohnehin bis nach elf Uhr gedulden, bevor die Spieler aus der Kabine kamen. Zuvor hatten lediglich Kapitän Stefan Aigner und Kai Bülow die Laufschuhe geschnürt und einige Runden gedreht.

Als an einem Tor zu den hinteren Trainingsplätzen zwei Ordner Stellung bezogen, sickerte langsam durch: Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit! Das wollten sich einige der Anhänger nicht bieten lassen und beschwerten sich über die Maßnahme - mit Erfolg: Letzten Endes fand das Training - wie ursprünglich geplant - für sämtliche Beobachter zugänglich statt.

 

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