Löwen suchen ihre Form Nur ein Sieg in neun Spielen: "1860 hatte keine Lösungen"

Führte die Löwen von Regionalliga Bayern in die Dritte Liga: Daniel Bierofka. Foto: imago/Eibner

Der TSV 1860 stagniert in der Dritten Liga. Auch gegen den Halleschen FC gelingt kein Sieg – trotz Überzahl. Löwen-Trainer Daniel Bierofka kritisiert seine Mannschaft.

 

München - Es geht nicht voran für die Löwen. Vor dem 15. Spieltag in der Dritten Liga waren die Sechzger Zehnter. Nach dem 15. Spieltag sind sie es immer noch – das ist wohl die positive Erkenntnis nach dem 1:1 gegen den Halleschen FC.

Kaum Fortschritte beim TSV 1860

Denn: Der TSV 1860 hat von den vergangenen neun Ligaspielen zwar nur zwei verloren, aber auch nur ein einziges gewonnen (2:0 gegen Eintracht Braunschweig). Auffallend ist jedoch, dass die Giesinger fußballerisch stagnieren. Wirkliche Fortschritte sind kaum zu erkennen. Gegen den HFC spielte Sechzig über eine Stunde in Überzahl – und hatte dennoch erhebliche Probleme, Druck auf den Gegner aufzubauen.

Wie ein Seitenhieb klang da schon die Analyse des Hallenser Trainers Torsten Ziegner. "1860 hatte keine Lösungen, vor unser Tor zu kommen. Deswegen hätten wir das Spiel mit dem 1:0 im Rücken über die Zeit bekommen", sagte er über die Löwen und den Elfmeterpfiff in der 64. Minute - Stefan Lex wurde von HFC-Keeper Kai Eisele angerempelt -, der den Sechzgern schließlich den Ausgleich durch einen Strafstoß von Phillipp Steinhart bescherte (67.). (Lesen Sie auch: Nach Zusammenprall: Löwen geben Entwarnung bei Lex)

Löwen finden kaum Lösungen

Keine oder zumindest kaum Lösungen – das traf auf die Löwen tatsächlich zu, für die Adriano Grimaldi in der Nachspielzeit den Siegtreffer nur um Zentimeter verpasste. Coach Daniel Bierofka kritisierte nach der Partie indes seine Mannschaft.

"Es ist bezeichnend für uns, dass wir es nicht schaffen, den Ball über die Linie zu drücken. Wenn der Gegner so tief steht, ist es schwierig, Torchancen zu kreieren. Wir waren dann zu ungeduldig", erklärte der 39-Jährige: "Wir müssen bei den Standards wieder gefährlicher werden, wieder dahin kommen. Momentan sind wir nicht in der Lage, solche Spiele für uns zu entscheiden." Konkret: Es war bereits das sechste Remis in den vergangenen neun Partien.

Halle-Coach Ziegner ärgert sich gewaltig

"Ich bin ein Stück weit aufgewirbelt. Das war eine Witz-Situation, das war ein einziger Witz-Elfmeter", meinte HFC-Coach Ziegner zur zweiten Elfmeterentscheidung gegen seine Mannschaft, nachdem Sascha Mölders zuvor einen ersten Strafstoß für die Löwen verschossen hatte.

"Der Schiedsrichter hat dafür gesorgt, dass ein Unentschieden rauskommt. Für mich ist es schwierig zu begreifen, dass Schiedsrichter dazu da sind, Spiele zu leiten. In letzter Zeit entscheiden sie Spiele immer häufiger", meinte Ziegner weiter harsch. Der 41-Jährige war überzeugt davon, dass sein Team die Führung ansonsten über die Zeit gebracht hätte. Sicher auch, weil Sechzig zwischenzeitlich bedenklich harmlos war – trotz eines Spielers mehr auf dem Platz.

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