Löwen-Sieg gegen Schalding-Heining Einzelkritik: Helmbrecht voll da, Mölders verpasst Tor

, aktualisiert am 01.12.2017 - 21:47 Uhr
1860 München landet einen ungefährdeten Heimsieg gegen den SV Schalding-Heining. Die AZ-Einzelkritik. Foto: Sampics/Augenklick

Der TSV 1860 befreit sich aus der Mini-Krise und schlägt den SV Schalding-Heining. Die AZ-Einzelkritik.

 

München -  Schnee rings um den Rasen. Bittere Kälte auf Giesings Höhen. Sogar die Tribünen mussten am Nachmittag vor dem letzten Heimspiel des Jahres von fleißigen Sechzgern enteist werden, damit überhaupt nochmal Fußball gespielt werden konnte. Ein letztes Mal im Grünwalder Stadion, zumindest in diesem Jahr. Umso herzerwärmender fiel die weiß-blaue Party aus.

Der TSV 1860 hat seinen letzten Heim-Auftritt im Jahr 2017 am 24. Spieltag der Regionalliga Bayern gegen den SV Schalding-Heining mit 3:0 (3:0) gewonnen. Markus Ziereis (6.), Christian Köppel (28.) und Benjamin Kindsvater (40.) ließen die Herzen ihrer Fans schon vor der Pause höher schlagen und erzielten die Treffer im ausverkauften Sechzgerstadion. Trainer Daniel Bierofkas Elf hat nach zuletzt nur zwei Siegen aus sechs Partien bewiesen: Sechzig kann’s noch!

"Das war nach den letzten Spielen schon ein bisschen Wiedergutmachung. Die Jungs, alle von uns haben alles in die Waagschale geworfen", erklärte Premieren-Torschütze Kindsvater lachend: "Es war mein erster Treffer, umso mehr freut es mich, dass es endlich mal geklappt hat - wurde auch mal Zeit!"

"Top-Abschluss"

Sturm-Kollege Ziereis ergänzte: "Wir haben richtig gut ins Spiel gefunden und schnell zwei Treffer nachgelegt. Könnte öfter so sein, dass gleich der erste Ball sitzt. Damit haben wir uns einen Top-Abschluss beschert." Trainer Daniel Bierofka zeigte sich "sehr zufrieden" mit den drei Punkten, "es war ganz wichtig, die Saison vor dem eigenen Publikum so abzuschließen." Der 38-Jährige erklärte auch, dass er mit einer Absage des Toto-Pokal-Viertelfinals bei der SpVgg Bayreuth (9.Dezember) rechne.

Die Giesinger ließen, nach einer Schweigeminute und mit Trauerflor für den verstorbenen Meisterlöwen "Atom"-Otto Luttrop, schon früh keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie im eigenen Wohnzimmer unbedingt drei Zähler einfahren wollten. Nach starker Kombination verwertete Ziereis gleich die erste Möglichkeit. Schalding-Heining versteckte sich entgegen Bierofkas Erwartungen nicht, Fabian Schnabel scheiterte mit einem strammen Schuss am Außennetz (11.). Danach ging’s Schlag auf Schlag: Nach Weber-Patzer schoss Markus Gallmeier knapp daneben, hätte für ungleich mehr Torgefahr nur den freistehenden Schnabel bedienen müssen. (25.).

Im Gegenzug verpasste Ziereis per Kopf nur um ein Haar den Doppelpack (26.) ebenso wie Helmbrecht mit einem wuchtigen Distanzschuss (27.), bevor es Köppel besser machte. Kindsvater stellte die Zeichen schon vor der Pause auf Sechzger-Sieg. In Durchgang Nummer zwei hätten Kapitän Felix Weber per doppeltem Abstauber (54.) und Nebenmann Jan Mauersberger mit einem Kopfball (79.) weiter am Torverhältnis feilen können, die geschlagenen Schaldinger verkauften sich aber teuer - der eingewechselte Christian Brückl traf nur den Pfosten (73.).

Sechzig-Fans mit Protest

Unter dem Strich standen schließlich der zehnte Heimsieg und mindestens vier Punkte Vorsprung als Tabellenführer. "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey", feierte die Westkurve hüpfend mit den Spielern - und hatte schon zuvor auch eine klare Botschaft parat. "50+1", prangte dort in übergroßen Lettern, die ganze Kurve war voll mit Spruchbändern, den den Erhalt jener Regel forderten, die den Sechzgern die Entscheidungshoheit gegenüber Investor Hasan Ismaik sichern.

Schlusswort Bierofka: "Jetzt machen wir erstmal Winterpause. Wir wollen zusehen, dass wir regenerieren und wieder gut aus der in die restliche Rückrunde starten."

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