Löwen-Investor in München Neues 1860-Stadion - "Geld spielt keine Rolle"

Personelle Veränderungen in Kader und Management? Fehlanzeige. 1860-Hauptanteilseigner Hasan Ismaik will erstmal ein neues Stadion. Foto: dpa

Große Töne von Hasan Ismaik: Der Löwen-Investor erklärt den Stadion-Bau zum wichtigsten Vereinsprojekt. Die Pläne dafür werden offenbar immer konkreter, mit der Stadt sei man bereits in Kontakt.

 

München - Klare Ansage von Hasan Ismaik. Der Investor des TSV 1860 kündigte an, dass die Stadionfrage oberste Priorität hat. "Das wichtigste Thema ist die Stadion-Ansage", sagte er bei seinem Besuch in München.

Bei seinem 60-Stunden-Trip an die Isar traf er sich unter anderem zum Gespräch mit Löwen-Präsident Siegfried Schneider. Die beiden einigten sich auf ein neues Bauvorhaben. "Wenn die Stadt kooperativ, der Plan klar ist und es alle Beteiligten ernst nehmen, ist eine Stadion-Finanzierung machbar. Wenn klare Fakten da sind, spielt Geld keine Rolle.“

Statt Geld in den Kader zu pumpen, will der Investor, der am Freitag seinen 39. Geburtstag feierte, langfristig investieren. Neben dem Stadion will er in die Nachwuchsarbeit finanzieren.

Dabei vertraut er dem bisherigen Trainer Torsten Fröhling und dem Interims-Sportdirektor Aygün. Den angestrebten Platz im Mittelfeld hält er für realistisch. Immerhin sollen noch ein bis zwei Neuzugänge kommen.

Damit der Investor seine Stadion-Versprechen wahr machen kann, muss der Verein Vorarbeit leisten. "Die Verantwortlichen sind in Kontakt mit der Stadt München. Ich möchte Oberbürgermeister Reiter demnächst persönlich treffen“, fordete Ismaik.

Gespräche gab es schon in Person von Siggi Schneider, der mit Dieter Reiter befreundet ist. Der Löwen-Boss trifft sich regelmäßig mit dem OB, um gemeinsam Musik zu machen. Laut Schneider hat der Verein bereits die Möglichkeit zugesichert bekommen, in Riem zu bauen. "Wir haben Zusagen der Stadt und der Messe, dass wir bauen können, wenn wir wollen. Aber wir müssen zuerst die Finanzierung sichergestellt haben. Du kannst dich in kein Abenteuer begeben und raus aus der Arena gehen, weil du dann nicht mehr zurückkommst.Es muss alles stehen, auch bei Übergangslösungen muss das Endergebnis sicher sein. Ansonsten kannst du dieses Wagnis nicht auf dich nehmen“, so Schneider.

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Als Übergangslösung brachte Schneider auch das Grünwalder Stadion ins Spiel. Bis zum September soll der Verein ein ausgereiftes Stadion-Konzept, zusammen mit der Stadt, erarbeitet werden. Im September kommt Ismaik dann wieder nach München, dann könnte der neue Stadion-Plan bereits abgesegnet werden. Wenn alle Seiten ernst machen.

 

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