Löwen im Abstiegskampf 1860 sucht das Glück - Pereira: "So weitermachen"

"Fassungslos": Die Löwen nach der schmerzhaften Auswärtspleite in Kaiserslautern Foto: sampics/Augenklick

Zuletzt zwei späte Gegentore, nun ein Eigentor: Bei 1860 wird die Situation immer brenzliger, der Abstieg droht. Auch gute Leistungen führten zuletzt nicht zu Toren und Punkten. Gegen den nächsten Gegner ist das Toreschießen besonders schwierig.

 

München - Der TSV 1860 hadert mit dem fehlenden Glück. "Dass wir wieder mit leeren Händen dastehen, ist bitter", sagte Stefan Aigner nach der 0:1-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Kaiserslautern. "Ich bin fassungslos. Das ist ein sehr, sehr ungerechtes Ergebnis", meinte der frustrierte Trainer Vítor Pereira am Freitag. Er sei "tieftraurig", postete Investor Hasan Ismaik im Internet, "weil nicht die bessere Mannschaft" gewonnen habe.

Späte Ausgleichstreffer gegen Stuttgart und Sandhausen, nun das Eigentor von Christian Gytkjaer (73. Minute) im Spiel gegen Kaiserslautern: Die Sechziger hatten zuletzt in den Schlussphasen immer wieder das Nachsehen, gewannen nur eines der vergangenen fünf Liga-Spiele.

1860 hatte höhere Ziele als den Nichtabstieg

Dabei wollte Pereira die Löwen in der Tabelle stabilisieren und so schnell wie möglich den Klassenverbleib klar machen. "Damit wir nicht immer nach unten gucken müssen", hatte der 48-jährige Portugiese Anfang April gesagt. Schließlich wollen Pereira und Investor Ismaik viel aufbauen bei 1860.

Auch der neue Geschäftsführer Ian Ayre sprach vom Ziel Aufstieg, als er Anfang April seinen Dienst antrat. Drei Wochen und vier Spiele später hat Ayre noch keinen Sieg seines Teams bejubeln können, die Situation ist - trotz ansprechender Leistungen - extrem brenzlig geworden. Vier Spiele vor Saisonende haben die Münchner nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Seit über zwei Monaten kein Stürmer-Tor mehr

"Wir brauchen nicht immer wieder zu betonen, dass wir genug Qualität haben, sondern müssen unbedingt Spiele gewinnen, um unten raus zu kommen", sagte Mittelfeldakteur Michael Liendl in Kaiserslautern. Doch dazu müssen Tore her und die sind bei den Löwen zuletzt Mangelware. Vor allem die Stürmer treffen nicht mehr: Seit mehr als zwei Monaten haben Ivica Olic, Christian Gytkjaer und Sascha Mölders keine Tore mehr geschossen. "Du vergeigst die größten Chancen, das war das Problem", sagte Liendl. Gegen Kaiserslautern kamen die Münchner zu 14 Torschüssen - ohne Erfolg.

Am Sonntag gegen Aufstiegskandidat Eintracht Braunschweig

Gegen Eintracht Braunschweig wird das Toreschießen am Sonntag (13.30 Uhr) nicht einfacher: Die Niedersachsen sind enorm defensivstark und kämpfen ihrerseits noch um den Aufstieg in die hochste deutsche Spielklasse. Das Hinspiel gewann die Eintracht mit 2:1. Sechzig-Trainer Pereira sieht seine Mannschaft aber weiterhin auf dem richtigen Weg und lobte nach dem Spiel gegen Kaiserslautern eine kompakte Defensive und ein gutes Zweikampfverhalten. "Die Mannschaft muss so weitermachen und diese Einstellung mit ins nächste Spiel nehmen."

 

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