Löwen gegen Lautern Drei Hoffnungsträger für 1860-Coach Runjaic

Leit-Löwen: Youngster Felix Uduokhai, Kapitän Stefan Aigner und Routinier Ivica Olic (von links). Foto: Augenklick

Im Showdown gegen den 1. FC Kaiserslautern werden am heutigen Montag drei Spieler für Kosta Runjaic maßgeblich mitentscheidend sein. Die AZ erklärt, auf wen es beim TSV 1860 jetzt ankommt.

München - Showdown in Fröttmaning: Der TSV 1860 trifft am Abend in einem echten Klassiker auf den 1. FC Kaiserslautern (20.15 Uhr, im AZ-Liveticker). Für Löwen-Coach Kosta Runjaic geht es um nicht mehr als seinen Job in Giesing.

In dieser Situation braucht der 45-Jährige nervenstarke Spieler, Männer, die vorangehen und Verantwortung übernehmen. Die AZ erklärt, auf wen Runjaic - neben dem Kollektiv - besonders bauen dürfte. Einer dieser drei Spieler ist erst 19.

Ivica Olic - zurück zum Torinstinkt

Der Kroate wirkt locker und fokussiert zugleich. Olic, ein Kämpfer vor dem Herrn, ist mit seinem 37 Jahren wie gemacht für brenzlige Situationen. Der Stürmer hat ein Champions-League-Finale gespielt, umgekehrt beim Hamburger SV schwierige Zeiten miterlebt. Ihn bringt nichts so leicht aus der Contenance.

Im Training und auf dem Platz ist er einer der konzentriertesten Löwen. Vergessen wirkt die Wettaffäre, auch seine Kniebeschwerden scheint er - zumindest aktuell - im Griff zu haben. Zudem feierte er zuletzt beim SV Sandhausen seine Tor-Premiere für Sechzig.

In einem 4-4-2 mit hängender Spitze ist er als Verbindungsspieler für Runjaic kaum zu ersetzen, als einer, der das Spiel schnell macht, als Überbrücker zu Stoßstürmer Sascha Mölders.

Felix Uduokhai - der Torjäger-Jäger

19 Jahre jung und schon mitten drin im verfrühten Abstiegskampf, wie ein Grundschüler bei einer Abiprüfung. So verglich Italiens Coach Giampiero Ventura jüngst das Spiel seiner jungen Mannschaft gegen Weltmeister Deutschland. Der Vergleich passt auch trefflich zur Bewährungsprobe des Löwen-Youngsters.

Die Abwehrmitte ist eine, vielleicht die Schwäche der Sechzger in dieser Saison. Vize-Kapitän Jan Mauersberger enttäuscht weitgehend. Zugang Sebastian Boenisch dürfte gegen Lautern links in der Viererkette spielen. Milos Degenek war jüngst verletzt, davor aber viel zu unsicher und zu hektisch als Innenverteidiger.

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Umso wichtiger ist, dass die Löwen mit Uduokhai offenbar wieder ein Ausnahmetalent ausgebildet haben. Der Juniorennationalspieler ist für seine 1,92 Meter Körpergröße enorm wendig und handlungsschnell. Auf diese Eigenschaften wird es gegen FCK-Torjäger Osayamen Osawe ankommen, den die Sechzger aus dem Spiel nehmen müssen, wenn gegen die Pfälzer ein Sieg her soll. Es dürfte der Job Uduokhais werden.

Stefan Aigner - der Unterschiedsspieler

Manche nennen ihn einen der besten Spieler der 2. Liga, andere DEN besten Spieler im Bundesliga-Unterhaus. Wenn Aigner bei Sechzig auf dem Platz steht, hat seine Mannschaft ein anderes Selbstverständnis und ein viel selbstbewussteres Auftreten.

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Der 29-Jährige ist Antreiber, Tempoverschlepper und -verschärfer, Torjäger und Lautsprecher in einem - schlicht, ein Unterschiedsspieler. Ein Spieler, der für den TSV 1860 und Runjaic nach überstandenem Innenbandanriss im Knie gegen Lautern den Unterschied machen soll. Noch ist unklar, ob der Leader in der Startelf stehen wird. Die Sechzger dürften bis zum Spielbeginn alles dafür tun. Nicht mehr lange bis zum Showdown in Fröttmaning.

 

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