Löwen Buck und Benjamin "Das Gröbste ist überstanden"

Stefan Buck ist wieder im Mannschaftstraining. Foto: sapmics/Pahnke

Die Löwen-Verteidiger Stefan Buck und Collin Benjamin sind zurück im Training. Sportchef Florian Hinterberger glaubt: „Das Gröbste ist überstanden”

 

München - Vor zwei Wochen kündigte Florian Hinterberger in der AZ an, sehr bald seinen Einstand nachzuholen. Am Montag ließ der neue Sportchef seinen Worten Taten folgen und lud die Mannschaft ins Hotel Eden ein. Nach ein paar netten Worten griffen sie alle beherzt am Buffet zu, man lachte zusammen, die Laune war prächtig.

Am Morgen danach verbesserte sie sich sogar noch. Als Hinterberger aus seinem Bürofenster das Treiben auf den Trainingsplätzen verfolgte, sah er, dass Collin Benjamin und Stefan Buck nach Wochen endlich wieder das Mannschaftstraining aufnehmen konnten. Und weil die Löwen beide nach wie vor als Leistungsträger sehen, war ihre Trainingsrückkehr eine durchaus wichtige Nachricht für sie. Weil in der kommenden Woche wohl auch Verteidiger Necat Aygün nach einer ebenfalls langen Pause wieder trainiert, sagte Hinterberger nun: „Ich denke, wir haben das Gröbste überstanden."

Den ganzen Sommer über hatte er überlegt, ob man nach den Ausfällen des bedeutsamen Trios noch einen Verteidiger verpflichten wolle. Weil aber kein passender Spieler günstig zu haben war, und man auch die für zu teuer befundenen Antonio Rukavina und Djordje Rakic (noch) nicht abgegeben hat, kam kein Transfer zustande. Nun scheint ein Denkwechsel eingesetzt zu haben, Hinterberger erklärt: „Wir vertrauen jetzt darauf, dass die drei wieder fit werden. Es sind ja auch alles erfahrene Spieler, die wissen, wie man wieder in Tritt kommt nach einer Verletzung." Zudem spielt den Löwen der Zeitfaktor in die Karten: Nach dem Spiel gegen Union Berlin am Sonntag sind zwei Wochen Pause angesagt, Anfang Oktober steht ein weiteres spielfreies Wochenende an – genug Zeit für die Verletzten, sich zu regenerieren.

Sollte man aber Rukavina noch abgeben können, müsste man laut Hinterberger dann doch noch mal „intensiv nachdenken", mit „drei, vier Kandidaten" stünde man sogar schon in Kontakt. Die Löwen könnten sich, wie ihr Sportchef bestätigt, aber nur ein Leihgeschäft leisten – auch den im Vorjahr von Mainz 05 ausgeliehenen und nun bei Eintracht Frankfurt auf der Bank sitzenden Stefan Bell haben die Löwen im Blick. „Bei ihm wüssten wir, was wir haben", sagt Hinterberger. Doch Bell, der am Mittwoch 20 Jahre alt wird, würde nur dann kommen wollen, wenn er bei 1860 auch einen Stammplatz in Aussicht hätte. Da aber der junge Christopher Schindler eine bislang starke Saison spielt und nun auch Stefan Buck wieder in die Mannschaft drängt, könnten ihm die Löwen diese Perspektive sowieso nicht bieten. Zudem hieß es am Dienstag aus dem Vereinsumfeld: „Aufgewärmte Pilzgerichte schmecken nicht mehr.” Immerhin: Dem Vernehmen nach sollen bei Hinterbergers Einstand keine Pilzgerichte zum Buffet gehört haben.

 

3 Kommentare