Liga-Langeweile pur Nur Lewandowski will nicht feiern

Nicht zufrieden: Bayern-Torjäger Robert Lewandowski. Foto: GES/Augenklick

Im besten Fall nimmt der FC Bayern die Meisterschale womöglich bereits am 27. Spieltag in Empfang. Denn unter Jupp Heynckes macht der Branchenführer im Schnitt 1,62 Punkte pro Spieltag auf die Konkurrenz gut. Einer mahnt.

München - Das Starensemble des FC Bayern wackelte ganz schön in dieser Anfangsphase des Heimspiels gegen die TSG 1899 Hoffenheim (Endstand 5:2), doch dann lief sie an - die Münchner Maschinerie.

Einem gefiel das ganz und gar nicht, was sich da in den ersten 20 Minuten abspielte und in einem für die Münchner sehr ungewöhnlichen 0:2-Rückstand gipfelte. Robert Lewandowski schlug in der Riege der ausgelassenen Bayern-Stars - bewusst oder unbewusst - ganz andere Töne am: "Wir wissen, was in den letzten zwei, drei Jahren passiert ist, als wir viele Punkte Vorsprung hatten. Es ist schwer, in der Bundesliga mit 80 Prozent zu spielen und drei Tage später in der Champions League mit 100 Prozent."

Wie gut, dass in dieser Woche kein Champions-League-Spiel ansteht, möchte man dem polnischen Nationalspieler zurufen. Und natürlich liegt der Torjäger nicht ganz falsch. In den letzten Jahren war die Meisterschale oft schon früh vergeben, und dann ging dem deutschen Rekordmeister in der Königsklasse oder auch im DFB-Pokal die Luft aus.

Doch Rückkehrer Sandro Wagner - er erzielte gegen seinen Ex-Verein sein erstes Bundesliga-Tor im Bayern-Trikot - wusste dem etwas entgegenzusetzen: "Ich saß da auf der Bank und habe geschaut, ob da jemand nervös wird. Aber es wurde keiner nervös, weil sich alle dachten: Das drehen wir schon. Respekt! Das ist einfach der FC Bayern. Die liegen 0:2 hinten und machen einfach weiter, das ist schon beeindruckend."

Müller: Wider den bayerischen Schlendrian

Der gegen Hoffenheim ebenfalls eingewechselte Thomas Müller ist sicher: "Ich denke nicht, dass da groß was anbrennen wird. So wie ich uns kenne, wird das kein enges Rennen mehr." Wer will diese Bayern in der Bundesliga eigentlich bremsen? Zumal sich die Konkurrenz immer wieder eigene Aussetzer leistet?

Aber: Auch im Heimspiel gegen Werder Bremen (Endstand 4:2) waren die Münchner zunächst in Rückstand geraten, zudem fing die Mannschaft in drei Partien immerhin schon fünf Gegentore. Nach Jupp Heynckes' Amtsantritt am 8. Spieltag waren es bis zur Winterpause gerade einmal vier Gegentore in der Bundesliga.

Müller: "Natürlich machen wir uns Gedanken, dass wir in den letzten Spielen einige Gegentore gefangen haben. Da müssen wir uns sicherlich verbessern." Einen bayerischen Schlendrian soll es in der Bundesliga nicht geben: Das Team will die wöchentlichen Spiele nutzen, um "sich selbst zu zeigen, was man kann" - und um Selbstvertrauen zu schöpfen, sagte Müller.

 

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