Lewy der Mann des Spiels Cool und clever: FC Bayern siegt auf Schalke

Die endgültige Entscheidung: Lewandowski legt auf, Kimmich macht das 2:0 für den FC Bayern. Sechs Punkte, 8:0 Tore. Foto: dpa

Das war ein ganz schön coole Nummer, die da der FC Bayern in der Schlussphase beim FC Schalke 04 abzog. Lange hatte sich der Revierklub nach Kräften gewehrt, dann aber siegte beim 2:0 Münchner Cleverness.

 

Gelsenkirchen - Der FC Bayern hat den ersten Dämpfer in der neuen Ära mit Trainer Carlo Ancelotti eiskalt abgewendet. Kurz vor dem Start in die neue Champions-League-Saison schossen Torgarant Robert Lewandowski (81. Minute) und Joshua Kimmich (90.+1) die Münchner am Freitagabend mit ihren späten Treffern zum 2:0 (0:0)-Sieg beim FC Schalke 04.

Der Tabellenführer rettete so den makellosen Sechs-Punkte-Start in der Bundesliga.

Gegen die hoch engagierten Gastgeber, die im ersten Liga-Heimspiel unter Coach Markus Weinzierl überzeugten, feierten die Bayern damit den vierten Sieg im vierten Pflichtspiel der Saison und bescherten Ancelotti den erhofften Erfolg in der ersten Liga-Auswärtspartie.

Nach dem furiosen 6:0 gegen überforderte Bremer zwei Wochen zuvor bekamen es die Münchner diesmal mit einem stärkeren Gegner zu tun. Zwar bestimmten die Gäste die Anfangsviertelstunde, konnten sich aber im 93. Liga-Duell der beiden Mannschaften lange nicht entscheidend vor dem Schalker Tor durchsetzen.

Zunehmend kamen die Hausherren besser ins Spiel und setzten den Bayern, bei denen Europameister Renato Sanches anstelle von Arturo Vidal sein Bundesliga-Debüt gab, richtig zu.

Dass Coach Markus Weinzierl bei den Königsblauen nach dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt gleich sechs Änderungen in seiner Startelf vorgenommen hatte, machte sich bald positiv bemerkbar. Fünf der sieben Neuzugänge durften von Beginn an ran.

 

Der ukrainische Nationalspieler Jewgeni Konopljanka gefiel mit einigen rasanten Sprints und sorgte so in der 38. Minute für die gefährlichste Szene vor der Pause. Nach schönem Solo von Abdul Rahman Baba brachte Konopljankas Flanke Bayern-Keeper Manuel Neuer in Bedrängnis, doch Klaas-Jan Huntelaar konnte die Nachschussgelegenheit nicht nutzen. In der Defensive wirkten die Schalker deutlich aggressiver und besser organisiert als noch zum Saisonauftakt.

Die neuen Abräumer Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli störten das Offensivspiel der Münchner immer wieder erfolgreich. Auch die von Naldo in seinem 300. Bundesliga-Spiel dirigierte Abwehr machte den Bayern-Torjägern das Leben deutlich schwerer als die Bremer.

 

So war Schalke-Schlussmann Ralf Fährmann bis zur Halbzeit nicht einmal ernsthaft gefordert. Einen Schreckmoment erlebte indes Schiedsrichter Manuel Gräfe. In der 27. Minute musste sich der Berliner wegen einer Blessur an der rechten Wade behandeln lassen, konnte aber weitermachen.

Letztlich gelungene Generalprobe

Auf dem Rasen bot sich auch nach der Pause das gleiche Bild. Die Schalker nährten die Hoffnungen auf ein Ende der seit fast sechs Jahren anhaltenden Negativserie gegen die Bayern. Huntelaar, der bisher noch nie gegen die Münchner getroffen hatte, ließ mit einem satten Schuss aus 25 Metern die Latte erzittern (56.).

Gäste-Trainer Carlo Ancelotti reagierte umgehend auf das wachsende Selbstbewusstsein der Schalker, bei denen inzwischen auch Rekordtransfer Breel Embolo die Offensive verstärkte. Douglas Costa und Vidal ersetzten die wirkungslosen Franck Ribéry und Xabi Alonso.

Nun erhöhten die Bayern den Druck. Costa vergab aus bester Position (72.), Robert Lewandowski setzte den Ball nach Flanke von David Alaba aus wenigen Metern über das leere Tor (74.). Sieben Minuten später war Lewandowski dann zielsicher.

Nach herrlichem Zuspiel von Javi Martinez überlistete der Topstürmer die Schalker Abseitsfalle und ließ auch Fährmann keine Chance. Die Schalker hatten darauf keine Antwort mehr, Kimmich machte kurz vor Schluss alles klar.

Für die Münchner geht damit die Siegesserie weiter. Es war eine letztlich gelungene Generalprobe für das erste Champions-League-Gruppenspiel gegen den russischen Vizemeister FK Rostow am Dienstag.

 

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