Leute Ralph Siegel: Sein Kampf gegen den Krebs

MÜNCHEN - Drei Jahre lang hat sich der Musikproduzent nichts anmerken lassen. Jetzt geht Ralph Siegel mit der schlimmen Diagnose an die Öffentlichkeit.

 

"Ich lebte nicht mehr wie ein Mann, sondern wie ein hilfloses Baby“, sagte Ralph Siegel jetzt der „Bild-Zeitung“.

Im Sommer 2007, wenige Wochen, nachdem er den „Echo“ für sein Lebenswerk erhalten hatte, erhielt er die niederschmetternde Diagnose: Prostata-Krebs. Im schwersten Stadium. Tests, Untersuchungen, eine Biopsie. Dann, im Sommer 2008, wird der 64-Jährige operiert. Wochen verbringt er in der Klinik. Und die ganze Zeit über verschweigt er die Krankheit, den Kampf um Leben und Tod. Selbst enge Freunde und seine Töchter dachten, ein Bandscheibenvorfall plage den Komponisten.

Nur seine Kriemhild ist eingeweiht. „Ohne ihre Liebe und Fürsorge hätte und könnte ich all das nicht durchstehen. In der Klinik war sie immer bei mir“, sagte Siegel der „Bild“.

Nach der Operation durchlebt der Hit-Komponist eine schwere Zeit, fühlt sich hilflos. Seine Frau steht ihm bei. Gemeinsam kämpfen sie.

Dann, im letzten Sommer, der Rückschlag. Siegel gilt schon als geheilt, als Untersuchungen veränderte Werte zeigen. Der Krebs hat zurückgeschlagen. Siegel muss den Kampf ein zweites Mal kämpfen. Seit ein paar Wochen nun heißt das für ihn: Chemotherapie. Seine Frau fährt ihn zu der Bestrahlung im Klinikum Rechts der Isar, jeden Morgen. Sechs Wochen dauert die Behandlung. „Diese Therapie bewirkt – so Gott will – dass ich den Krebs endgültig besiege. Ich bin guten Mutes.“

Das, obwohl beide Eltern an Krebs erkrankten. Sein Vater starb mit 61, die Mutter überlebte und wurde 88 Jahre alt.

Warum, nachdem er so lange im Stillen gelitten hatte, geht er jetzt an die Öffentlichkeit? Siegel will anderen Mut machen. „Ich möchte allen Männern raten, früh genug zur Untersuchung zu gehen.“

 

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