Leute Prinz Ernst August: Er muss 200.000 Euro zahlen

Ernst August Prinz von Hannover Foto: dpa

HANNOVER - Der Prinz muss zahlen: Weil Ernst August Prinz von Hannover vor zehn Jahren mit einem Hotelier in Kenia eine tätliche Auseinandersetzung hatte, verurteilte ihn das Gericht jetzt zu einer Geldstrafe von 200 000 Euro.

 

Mitdem Urteil ahndete das Gericht am Dienstag eine tätlicheAuseinandersetzung des Prinzen mit einem Hotelier in Kenia vor zehnJahren. Richter Andreas Schlüter sprach den Chef des Welfenhausesder einfachen vorsätzlichen Körperverletzung schuldig und verhängtegegen ihn eine Strafe von 40 Tagessätzen von je 5.000 Euro.

Für seine Auseinandersetzung mit dem Hotelier Josef Brunlehner imJanuar 2000 am Strand der kenianischen Ferieninsel Lamu war derPrinz zunächst vom Landgericht Hannover wegen gefährlicherKörperverletzung zu 445.000 Euro Strafe verurteilt worden. ImWiederaufnahmeverfahren setzte er dann aber eine Wiederholung desProzesses durch. Ernst August beteuerte stets, dem Hotelierseinerzeit nur zwei Ohrfeigen versetzt zu haben. Brunlehnerberichtete dagegen vor Gericht von Faustschlägen und erheblichenVerletzungen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem neuen Verfahren wegeneinfacher Körperverletzung eine Geldstrafe von 200.000 Eurobeantragt. Die Verteidigung plädierte auf Straffreiheit.

apn

 

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