Leute Oh Gloria! Die Fürstin wird 50

Hair-liche Freundschaft: Gerhard Meir und Fürstin Gloria von Thurn und Taxis kennen sich seit 30 Jahren. Foto: dpa

In der AZ gratuliert ihr enger Freund, Star- Figaro Gerhard Meir - und erinnert sich an sehr wilde, aber auch traurige Zeiten

Die verrückte Punker- und Party-Phase ist zwar vorbei, doch ein bisschen wird trotzdem gefeiert: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis wird heute 50 – und feiert nicht etwa daheim in ihrem Regensburger Schloss, sondern in ihrem Haus in Kenia. Mit dabei sind einige Familienmitglieder und ein paar enge Freunde.

Ein besonders enger Freund ist Gerhard Meir. Der Star-Figaro kennt sie seit 30 Jahren und erlebte mit ihr die wildesten Zeiten. Ob in München, New York oder London – Meir war stets an ihrer Seite.

In der AZ gratuliert er seiner lieben Freundin, die er so beschreibt: „Gloria ist eine sensible, tolle Frau. Sie ist überhaupt nicht nachtragend, immer echt, immer in Action. So eine Frau wie sie gibt es sonst nicht auf der Welt. Wenn Gloria den Raum betritt, geht die Sonne auf.“ Kimberly Hoppe

Lesen Sie hier Gerhard Meiers Glückwünsche an Gloria von Thurn und Taxis im Wortlaut:

Liebe Gloria,

willkommen im Club! Jetzt bist Du 50. Was haben wir alles erlebt! Wir haben wirklich eine spezielle Freundschaft. Ich erinnere mich so gern daran, wie alles anfing mit uns. Eine eigenwillige Geschichte. Ich hatte einen kleinen Friseurladen in der Adalbertstraße und Du bist durch München getobt. Im ominösen Nachtleben, zwischen Sugar Shack und Why Not, haben wir uns öfter zufällig getroffen. Du warst 20, hattest eine witzige, adelige Clique – ich war 25 und vom Adel ganz weit weg. Was mir sofort an Dir auffiel, war Dein Lebensbiss. Deine Power. In der Reitschule hat uns irgendwann irgendjemand miteinander bekannt gemacht.

Als Deine ältere Schwester Maya den Mick Flick in Salzburg heiratete, sollte ich sie vor der Hochzeit frisieren. Weißt Du noch? Dieser Tag sollte in die Geschichte eingehen. . . Eigentlich wollte ich Deine brave Eisenherz-Mähne nur ein bisschen abenteuerlicher gestalten. Doch ich toupierte, toupierte und was dabei rauskam, das war – wow! Wenn ich daran denke, kriege ich Gänsehaut! Wie wir Dich beide ungläubig im Spiegel anschauten! Was für ein Wahnsinn! Deinen drei Geschwistern sind die Kinnladen runtergeklappt. Irre.

Dein Foto ging um die Welt. Du warst die Punk-Fürstin. Wir haben bis sechs Uhr morgens gefeiert, gesungen, auf den Tischen getanzt. Du wurdest nie müde. Was hatten wir für Spaß! Wir liebten die ständige Provokation. Je mehr „Ohs“ und „Ahs“, umso besser. Ich habe Dir zum dunkelblauen Kleid die Haare knallrot gefärbt. Ich habe toupiert, was meine Finger hergaben. Nur die kreischend gelbe Mähne fand ich etwas fragwürdig. Aber wir wollten alles toppen, Deine Rolle als Punkerin wurde nun erwartet. Du wurdest zur extravaganten Fürstin, die drei kleine Kinder und weltweit ihre Präsenz hat. Du hast den Punk-Chic in die 80er transportiert. Du hast den ganzen Adel entstaubt – und eine richtige Revolution gestartet.

Du hast mich an der Hand genommen und mir die große, weite Welt gezeigt. „Hier, das ist Mick Jagger“, sagtest Du mir, dem kleinen Gerhard aus Miesbach, so selbstverständlich, dass ich nur dachte, ich kipp um. Zu Deinem Geburtstag sang Bryan Ferry, jeder Gast bekam einen von Keith Haring persönlich bemalten Teller. Du warst der Wirbelwind auf den besten Partys. Im Ritz, in Versailles, ob mit Pink Floyd, Franz Josef Strauß, Gunter Sachs oder dem jungen Boris Becker, der eben Wimbledon gewonnen hat. Du hast es krachen lassen. Du warst so ein Energiebündel. Immer 1000 Watt. Alle liebten Dich! Dann der 60. Geburtstag von Deinem geliebten Mann Johannes. Ich habe Dir diese weiße Rokoko-Frisur gemacht. Da hat auch der Johannes seltsam geschaut, als er Dich so zum ersten Mal gesehen hat. Und Du hast lässig gegrinst.

Es folgte der krasse Schlussstrich. Du hast auf alle Partys verzichtet, als Johannes krank wurde. Der frühe Tod haute Dich natürlich um. Du hast Dich zurückgezogen. Ich froh, als Du Dich wieder gemeldet hast. Das Bild, wie Du am Sarg von ihm Abschied nimmst, hat sich bei mir eingebrannt. Es geschah das Unglaubliche. Du wurdest vom Enfant terrible zur Businessfrau und Übermutter. Heute kritisieren viele, dass Du so extrem katholisch bist. Über das Thema Verhütung sprechen wir nicht, da haben wir zu unterschiedliche Meinungen. Das muss eine echte Freundschaft aushalten. Ich ziehe vor Dir keine schwule Show ab, trotzdem tröstest Du mich, wenn ich Liebeskummer habe. Ich muss keine 15 Vater unser beten, um von Dir gemocht zu werden. Was ich Dir wünsche? Ich mache eine Verneigung. Du bist ein Unikat und musst noch lange auf der Welt bleiben!

Alles Liebe, Dein Gerhard

 

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